Kontaktlos bezahlen in der Bäckerei

Ein Gastbeitrag von Bruce Schott

Das Backhandwerk und kontaktloses Bezahlen

Hallo liebe Leser vom Apfel.cash Blog! Mein Name ist Bruce und ich darf hier diesen Gastbeitrag veröffentlichen. Vielen Dank an Claus für diese Möglichkeit! Ihr fragt Euch nun was das Backhandwerk mit diesem Thema zu tun hat!? Nun ja auch im Bäckerhandwerk ist das kontaktlose Bezahlen nun auf dem Vormarsch. Hier geht es natürlich darum den Kunden die Möglichkeit via Apple Pay etc. zu zahlen aber auch das Thema „Hygiene“ ist gerade im Lebensmittelbereich ein weitere Aspekt auf Bargeld zu verzichten.

Die Vorteile liegen auf der Hand Karte

Ich selber nutze das kontaktlose Zahlen jeden Tag und möchte es nicht mehr missen. Es ist eben ein großer Mehrwert für die Kunden der Bäckerei wenn man morgens nicht erst Kleingeld für seine Backwaren suchen muss. Brötchen kaufen Karte oder Smartphone dranhalten und genießen.

Hier noch mein Podcast dazu

Warum ist kontaktlos bezahlen auf dem Vormarsch?

Wir alle wissen wie dreckig unser Bargeld ist und welche Bakterien etc. sich darauf befinden. Alleine aus diesem Grund finde ich das ein bargeldloses und kontaktloses Zahlen ein Muss in der heutigen Zeit ist! Sicherlich haben in Deutschland schon einige Unternehmen auf diese Bezahlfunktion umgestellt, aber wir sind hier noch lange nicht soweit wie in anderen Ländern! Wenn ich da z.B. Norwegen sehe wo man wirklich alles und damit meine ich alles bargeldlos bezahlen kann dann müssen wir hier noch einiges tun! In einigen Bäckereien wird dies ja auch erfolgreich eingesetzt und die Kunden sind sehr zufrieden. Schnell 2 Brötchen gekauft, die Karte neben das Terminal gehalten, ein Piepton und alles ist bezahlt! Das ist hygienischer, schneller und einfacher für alle! Auszug aus meinem Beitrag vom Januar 2018!

Ihr seht also das dieses Thema mittlerweile alle Bereiche erreicht. Und gerade überall die morgendlichen Backwaren bargeldlos zu bezahlen wäre doch eine geniale Sache!

Mobiles Bezahlen auf dem Vormarsch! Doch ist der Handel ausreichend informiert?

Mobiles Bezahlen im HandelWie bereits im Vorfeld durch zahlreiche Medien angekündigt, ist Googles Bezahldienst „Google Pay“ am 26. Juni in Deutschland gestartet. Zur Einführung konnte Google die Commerzbank, Comdirect, N26 sowie boon by Wirecard als Partnerbanken gewinnen. Weitere Finanzdienstleister sollen folgen. Ob Google Pay von den Android-Nutzern hierzulande als alternatives Zahlungsmittel angenommen wird, muss sich in den kommenden Monaten zeigen. Bei einem Marktanteil von 75,8%  (Absatz von Smartphones mit Android Betriebssystem[1]), ist zumindest ein großes Nutzerpotential vorhanden. Allerdings sollte Google versuchen, möglichst bald weitere Finanzinstitute für seinen Dienst zu gewinnen.

Mit Garmin Pay und Fidor Pay führten diesen Monat gleich noch zwei weitere Anbieter ihren mobilen Bezahldienst hierzulande ein. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie auch die Sparkassen kündigten zudem eine hauseigene Lösung für das Bezahlen mit dem Smartphone an. Hier ist mit der Einführung noch in diesem Sommer zu rechnen. In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen, könnte tatsächlich der Durchbruch beim mobilen Bezahlen in absehbarer Zeit gelingen.

Doch ist auch der Handel und insbesondere das Kassenpersonal auf das mobile Bezahlen vorbereitet? Meine Erfahrungen mit Apple Pay haben gezeigt, dass es im Regelfall zu keinen größeren Schwierigkeiten kommt. Allerdings war immer mal wieder eine gewisse Verunsicherung bei den Kassenkräften zu erkennen. Von ähnlichen Erfahrungen berichten die Blogbesucher/innen beim Melden neuer Akzeptanzstellen. Vereinzelt wurde der Bezahlvorgang auch hinterfragt oder nach einer Unterschrift verlangt. Andere Angestellte zeigten sich wiederum von der Technik begeistert.

Trotz überwiegend guter Erfahrungen, kann leider nicht nur positives berichtet werden. Ganz und gar nicht akzeptabel war ein Vorfall bei Müller Drogeriemarkt. Da ging die Kassiererin soweit, der Kundin betrügerische Absichten vorzuwerfen, als diese mit ihrer Apple Watch bezahlen wollte. In einem sehr forschen Ton bestand die Kassiererin zudem auf den Personalausweis und eine Unterschrift.

Bei entsprechender Kartenakzeptanz und NFC-fähigen Terminals wären die Unternehmen spätestens seit der Einführung von Google Pay gut beraten, ihre Filialleiter flächendeckend zu informieren, dass auch das Bezahlen mit dem Smartphone möglich ist. Die Diskussion mit der Kassiererin bzw. dem Kassierer ist nicht nur unangenehm, sondern verfehlt auch das Ziel einer schnellen und bequemen Zahlungsabwicklung.

Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt? Gerne dürfen sich auch Nutzer/innen von anderen OS-Versionen zu Wort melden ;-).

Quellenangabe:

1. Marktanteile von Android und iOS am Smartphone Absatz in Deutschland | de.statista.com | Aufruf: 27.Juni 2018

Digitaler Fortschritt in Deutschland ohne Apple Pay?

Digitaler Fortschritt ohne Apple PayMit Google Pay, Garmin Pay, Fidor Pay sowie der digitalen Girocard sind hierzulande gleich vier neue Mobile-Payment-Dienste am Start. Es überrascht positiv, wie sich plötzlich der Markt für mobiles Bezahlen in Deutschland öffnet. Auch entsteht der Eindruck, als müsse jetzt alles sehr schnell gehen. Googles Bezahldienst soll bereits am 26. Juni 2018 in Deutschland starten. Der Rollout für die digitale Girocard (Girocard Mobile) wurde für den Sommer 2018 angekündigt. Doch noch vor einem einheitlichen Start ist nun die Volksbank Mittelhessen vorgeprescht und bietet seinen Kunden vorab das Bezahlen mit der Girocard Mobile an.

Insbesondere bei der digitalen Girocard gibt es ein ernormes Kundenpotenzial. Immerhin handelt es sich hierzulande um das meist genutzte Debitkarten Zahlungssystem. Soweit die Kundenberater der teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Sparkassen überzeugen und ihre Kunden die Bedenken vor dem Bezahlen mit dem Smartphone nehmen können, sollte Deutschland mittelfristig der Durchbruch für das Mobile-Payment gelingen.

Bis auf die Wearables von Garmin, sind für die oben genannten Payment Dienste ein Smartphone mit NFC Unterstützung und installiertem Android Betriebssystem erforderlich. Das iPhone bzw. iOS wird von keinen der Dienste unterstützt.

Man darf gespannt sein, ob es den Anbietern mithilfe eines guten Produktmarketings gelingen wird, die Verbraucher mit ihren Mobile-Payment-Diensten ins Boot zu holen. An mangelnden Akzeptanzstellen sollte es nicht scheitern. Wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken berichtet, ist es bereits an ca. 600.000 Terminals möglich, kontaktlos zu bezahlen. Eine entsprechende Kundenakzeptanz vorausgesetzt, könnte somit 2019 der Durchbruch für das Bezahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch gelingen.

Doch wie steht es um Apple Pay? Wenn Apple nicht genau jetzt die Zeichen der Zeit erkennt und die Initiative ergreift, dürfte der Zug irgendwann abgefahren sein. Mit der Einführung von Google Pay und der Girocard Mobile wird es für Apple zumindest nicht einfacher, seinen Bezahldienst breitflächig zu etablieren.

Mir liegt es fern an dieser Stelle eine Debatte loszutreten, wer letztendlich für den „Stillstand“ verantwortlich ist. Doch das es nicht einzig und alleine an den Banken liegen kann, zeigt die bevorstehende Einführung von Google Pay. Hier konnte Google immerhin die Commerzbank als Kooperationspartner für sich gewinnen. Auch die Finanzdienstleister N26, bunq, boon by Wirecard und vermutlich Santander sollten offen für die Einführung von Apples Bezahldienst sein.

London führt kontaktloses Bezahlen für Straßenkünstler ein

Ab sofort ist es in den 32 Londoner Stadtbezirken möglich, Straßenkünstler neben einer Bargeldspende auch mithilfe des kontaktlosen Bezahlens finanziell zu unterstützen. Apple Pay wird hierbei ebenso unterstützt. Das gemeinsame Projekt von Busk in London und dem schwedischen Zahlungsdienstleister iZettle wurde dieses Wochenende vom Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ins Leben gerufen. Bei Busk in London handelt es sich um eine städtische Organisation für Straßenkünstler.
iZettle machte erst kürzlich auf sich aufmerksam, nachdem Paypal das schwedische Start-up Unternehmen für knapp 1,9 Milliarden Euro übernommen hat. iZettle bietet unter anderem Kartenlesegeräte an, die mit Tablets & Smartphones gekoppelt werden. So können auch kleinere Händler ihren Kunden das Bezahlen mit Kreditkarte anbieten.

Einige ausgewählte Straßenkünstler seit längerem das kontaktlose Lesegerät von iZettle getestet. So auch Charlotte Campbell, die nun BBC News berichtete, dass diese Technologie einen signifikanten Einfluss auf die Spendenbereitschaft hatte.

 

„Während ich singe, nutzen mehr Personen denn je Tap-to-Donate.  Wenn eine Person damit beginnt, folgen häufig andere.“

Die teilnehmenden Straßenkünstler legen zuvor einen festen Spendenbeitrag fest, den sie dem interessierten Publikum anzeigen. Charlotte Campbell hat den Spendenbeitrag beispielsweise auf £2 (knapp 2,30€) festgelegt.

Aktionen wie diese zeigen einmal mehr auf, wie rückständig wir doch beim bargeldlosen Zahlen sind.

Kontaktlos bezahlen – Kassenkräfte unzureichend informiert?

Kontaktlos Bezahlen am POSDas kontaktlose Bezahlen wird in immer mehr Geschäften als komfortable Bezahl-Alternative angeboten. Durch das bloße Heranhalten der physischen Karte, des Smartphones oder der Watch wird das Bezahlen einfacher und schneller. Hiervon profitiert der Handel sowie der Kunde gleichermaßen.

Das Transaktionsvolumen allein im Segment „Mobile POS Payments“ wird im laufenden Kalenderjahr auf etwa 174 Mio. Euro geschätzt [1]. Das entspricht einer Steigerung um 173% gegenüber 2017. Bis zum Jahr 2022 wird ein Transaktionsvolumen von 1.021 Mio. erwartet. Die Anzahl Nutzer im Bereich „Mobile POS Payments“ soll dieses Jahr von 1,07 Mio. auf 2,16 Mio. anwachsen (ein Wachstum von 102%). Die Werte beinhalten folgende Zahlungsmethoden:

  • Point-of-Sale-Zahlungen über Mobile Wallets, abgewickelt über jegliche Art von Smart Device
  • kontaktlose, app-basierte Transaktionen mit einem geeigneten Zahlungsterminal des Händlers
  • NFC, QR-Code oder Bluetooth-basierte Zahlungsvorgänge

Bei diesen Zahlen überrascht es, dass noch immer viele der Kassenkräfte irritiert sind, wenn für das Bezahlen beispielsweise ein Smartphone eingesetzt wird. Zwar wird man häufig in angenehme Gespräche verwickelt, doch das es auch anders geht, zeigt sich unter anderem bei Drogerie Müller. Hier wurde bereits mehrfach von einem stellenweise frechen Verhalten der Kassenkraft berichtet. Als eine Freundin bei Drogerie Müller mit dem iPhone bezahlen wollte, wurde sie barsch angefahren, sie möge doch endlich ihre Karte ins Terminal stecken. Zuvor wurde beim Versuch, ihr iPhone an das Kartenterminal zu halten, dieses weggezogen. Am Ende hat die Kassiererin energisch auf das Vorlegen eines Personalausweises sowie auf eine Unterschrift auf dem Kassenbon bestanden. In einem Nachbarforum war ebenfalls von einem vorwurfsvollen und arroganten Ton die Rede, als der Kunde sein iPhone an das Terminal gehalten hat. In einem weiteren Fall berichtet ein Käufer auf Facebook, dass ihm seine Karte aus der Hand gerissen wurde, als er diese an das Terminal halten und nicht stecken wollte. Der entscheidende Vorteil beim kontaktlosen Bezahlen, nämliche eine schnelle und bequeme Abwicklung zu erreichen, wurde hier völlig verfehlt.

Manche Führungskräfte am POS müssen sich demnach fragen lassen, ob die Kassenkräfte ausreichend über die unterschiedlichen Möglichkeiten beim kontaktlosen Bezahlen aufgeklärt und geschult sind.

Habt ihr bereits ähnliche Erfahrung gemacht? Dann hinterlasst ein Kommentar.

Quellennachweis
Mobile POS Payments

Weiterführender Link:
Bezahlen per Handy: Mobile Payment mit NFC

Apple Pay :: Kleine Beträge ganz groß

Das Bezahlen mit Apple Pay geht schnell, ist bequem und zudem sicher. Auch kann im Regelfall die PIN-Eingabe entfallen [1].

Doch insbesondere beim Bezahlen an Automaten oder beim Begleichen kleinerer Beträge im lokalen Handel, ist Apple Pay eine echte Bereicherung. Wer kennt nicht die Situation, in der man beispielsweise an einem Parkautomaten steht und das Münzgeld nicht ausreicht. Ebenso an Süßwaren- oder Getränkeautomaten kann Apple Pay sehr nützlich sein. Auch auf Rastplätzen mit Toilettenanlagen von Sanifair ist das Bezahlen mit Apple Pay eine komfortable Sache. Das Suchen in der Geldbörse nach passendem Kleingeld oder das vorherige Wechseln von Geldscheinen kann in diesen Fällen entfallen.

Zwar findet das kontaktlose Bezahlen bei den großen Filialketten eine fast flächendeckende Akzeptanz, doch würde ich mir ebenso oft an den Automaten oder in Geschäften mit den üblichen kleinen Zahlbeträgen, die Möglichkeit der Kartenzahlung wünschen.

Doch es geht auch anders: Bei den Parkhausbetreibern sind es unter anderem Apcoa und Q-Park, bei denen das kontaktloses Bezahlen bereits möglich ist. Bei den Bäckereien haben die „Brezelbäckerei Ditsch“ oder „Junge – Die Bäckerei“ die Vorteile für das bargeldlose Bezahlen erkannt [2]. Am Hamburger Goldbekplatz hat das Café „Public Coffee Roasters“ das Bargeld völlig abgeschafft. Hier lässt sich ausschließlich mit Karte bezahlen [3].

Wie ist das bei euch? Hat Apple Pay in allen Belangen die gleiche Bedeutung oder gibt es Situationen, in denen ihr das Bezahlen mit Apple Pay besonders zu schätzen wisst?

In der Seitenleiste habe ich hierzu eine neue Umfrage eingestellt. Über eine rege Teilnahme würde ich mich freuen.

Weiterführende Links:

1. Apple Pay und die PIN-Abfrage

2. Bezahlen mit Apple Pay :: Vorteile für beide Seiten

3. Bar zahlen? Nein, Danke!

Bezahlen mit Apple Pay :: Vorteile für beide Seiten

Die Digitalisierung in Deutschland – auch beim Bezahlen im Handel – schreitet immer weiter voran. Dennoch möchten laut einer Umfrage des Finanzinstituts ING-DiBa, 84% aller Befragten nie ganz ohne Bargeld auskommen.

 

„Die Resultate bestätigen das besondere – und altbekannte – Verhältnis der Deutschen zum Bargeld. Deutsche Verbraucher tragen öfter und in größerer Menge Bargeld bei sich als der europäische Durchschnitt und wickeln auch einen größeren Anteil ihrer Transaktionen mit Bargeld ab.“

Das ist nur ein Ergebnis der umfangreichen Umfrage, die in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA durchgeführt wurde[1].

Hinterfrage ich in meinem Bekanntenkreis deren Zahlungsverhalten, so sind von den Bargeld-Befürwortern überwiegend zwei Argumente zu hören:

  • Bessere Kontrolle der eigenen Zahlungsfähigkeit
  • Höhere Anonymität und dem damit verbundenen Datenschutz

Vom Handel werden bei fehlender Kartenakzeptanz meist die Kosten vorgeschoben. Dabei sind die Gebühren nach einer EU-Verordnung im Jahr 2015 auf max. 0,3% begrenzt worden. Bei einem Kaufbetrag in Höhe von 100 Euro, entspricht das gerade mal 30 Cent. Zu berücksichtigen sind jedoch noch Kosten für den Zahlungsterminaldienstleister der die technische Infrastruktur bereitstellt und alle relevanten Daten an die abrechnende Acquiring Bank übermittelt!

Berücksichtigt man allerdings bei der Bargeldzahlung die Folgekosten, beispielsweise für den Geldtransport oder die Verwaltung und Versicherung des Bargeldbestandes, so könnte dem Handel das Bezahlen mit Karte durchaus günstiger kommen.

Doch selbst wenn sich die genannten Gründe der Bargeld-Befürworter nachvollziehen lassen, so sollte man anerkennen, dass die vielen Vorteile bei der Kartenzahlung überwiegen. Insbesondere der Einsatz von Apple Pay hat für beide Seiten deutliche Vorteile.

Vorteile für die Verbraucher:

  • Schlanke Geldbörse! Es muss kein Bargeld oder Portemonnaie mitgeführt werden
  • Das Bezahlen geht schneller und ist komfortabler. Das ist besonders bei kleinen Beträgen (Parkhaus, Taxi etc.) sehr bequem. Beim Bezahlen mit Apple Pay ist selbst bei Einkäufen über 25 Euro meist keine PIN-Eingabe erforderlich
  • Beim Verlust der Geldbörse ist der Inhalt meist verloren. Bei einem Diebstahl des iPhones ist nicht einmal die Sperrung der Kreditkarte erforderlich
  • Der Händler erhält beim Bezahlen mit Apple Pay – im Gegensatz zur physischen Kreditkarte – keine persönliche Daten. Zudem gibt es eine erhöhte Sicherheit durch Touch- bzw. Face-ID
  • Zahlungen über das iPhone sind deutlich hygienischer als Bargeld, das durch viele Hände geht (Stichwort „Keime“)

Vorteile für den Handel:

  • Das kontaktlose Bezahlen verhindert die falsche Herausgabe vom Rückgeld
  • Deutlich schnellere Abwicklung an der Kasse (geringere Wartezeiten für Kunden)
  • Mehr Customer Convenience durch eine größere Auswahl der Zahlungsarten
  • Die Kosten bei Kartenzahlung sind kaum höher als bei Bargeld
  • Weniger Risiko von Falschgeld sowie mehr Sicherheit durch den geringeren Bargeldbestand
  • Niedrigere Handlingskosten, beispielsweise beim Kassenabschluss
  • Kontaktlose Zahlungen sind deutlich hygienischer als Bargeld. Besonders im Lebensmittelbereich (Bäcker, Metzger etc.)

 

Zur vollständigen Umfrage:
Cash bleibt doch King

Weiterführende Links:
1. Überblick über Sicherheit und Datenschutz bei Apple Pay
2. Apple Pay und die PIN-Abfrage
3. Wie sicher ist Apple Pay
4. Apple Pay Akzeptanzstellen

 

Apple Pay und die PIN-Abfrage

Die Kartenanbieter legen für das kontaktlose Bezahlen ein Einkaufslimit fest, bis zu welchem Betrag die PIN-Eingabe am Kassenterminal entfallen kann. Bei Mastercard beträgt dieses Limit aktuell bei 25 Euro. Das Kreditkartenunternehmen Visa hat das Limit im vergangenen Jahr von 25 auf 50 Euro angehoben. Wird das festgelegte Limit überschritten, so ist aus Sicherheitsgründen die Eingabe einer PIN am Kassenterminal oder eine Unterschrift auf dem Bon zu leisten. Einige der Kreditkarten­anbieter bauen zur Sicherheit allerdings eine zusätzliche Abfrage ein. Hier kann spora­disch oder nach einem bestimmten Schema auch bei Beträgen kleiner 25 Euro nach einer PIN oder Unter­schrift verlangt werden.

In einer Pressemitteilung vom 10. Mai 2017 schreibt das Drogerieunternehmen dm hierzu:

Bei Einkaufsbeträgen bis 25 € ist in der Regel keine Autorisierung durch den Kunden mittels PIN oder Unterschrift erforderlich. Bedingt durch Sicherheitsprüfungen der Kundenbanken kann es jedoch sporadisch zu Autorisierungsabfragen kommen.

Einer der Vorteile beim Bezahlen mit Apple Pay ist, dass über das sogenannte CDCVM-Verfahren die PIN-Eingabe auch bei Beträgen größer 25 bzw. 50 Euro entfallen kann. CDCVM steht für Consumer Device Cardholder Verification Method. Bei diesem Verfahren erfolgt die Verifizierung bereits am mobilen Gerät über die Authentifizierung via Touch-ID, Face-ID (iPhone X) oder der PIN-Eingabe beim Anlegen der Apple Watch. Damit die PIN-Eingabe am Kassenterminal entfallen kann, muss das CDCVM-Verfahren am Terminal unterstützt werden.

Anhand der Apple Pay Akzeptanzdatenbank lässt sich gut erkennen, dass der Großteil der heutigen Terminals das CDCVM-Verfahren bereits unterstützen.

  • Bei 1.114 Einkäufen kleiner 25 Euro, war in nur 4 Fällen eine PIN-Eingabe erforderlich
  • Bei 666 Einkäufen größer 25 Euro, wurde in 49 Fällen nach einer PIN verlangt, was 7,36% entspricht

Spannenderweise wurde beim Bezahlen häufiger nach einer Unterschrift als nach einem PIN verlangt. Ob es in all diesen Fällen überhaupt ein Unterschriftsfeld auf dem Bon gegeben hat, wage ich zu bezweifeln. Hier dürfte viel eher die Unsicher- bzw. Unwissenheit der Kassenkraft ausschlaggebend für das Verlangen einer Unterschrift gewesen sein. Wie möchte die Kassenkraft die Unterschrift ohne physische Kreditkarte auch abgleichen?

Fazit: Man kann festhalten, dass eine PIN-Abfrage beim Bezahlen mit Apple Pay die Ausnahme ist. Wird dennoch nach einer PIN verlangt, so könnte das an der fehlenden CDCVM Unterstützung oder der sporadischen Sicherheitsabfrage liegen.

Special: Mobiles Kartenterminal mit Apple Pay Unterstützung

Viele (kleinere) Unternehmen in Deutschland akzeptieren leider noch immer ausschließlich das Bezahlen mit Bargeld. Ob der örtliche Bäcker, Blumenladen oder Friseursalon, es scheint eine gewisse Phobie gegenüber der Kartenzahlung zu geben. Oftmals wird auch nur eine komplizierte Einrichtung, Abwicklung und Abhängigkeit von den Zahlungsserviceanbietern befürchtet. Kunden, die gerne bargeld- bzw. kontaktlos bezahlen möchten, schauen in die Röhre. Unsere Blogleserinnen und Leser, die Apple Pay bereits über den „inoffiziellen Weg“ eingerichtet haben, wissen wie komfortabel und schnell die Bezahlung mit dem iPhone oder der Apple Watch sein kann. Hier wünscht man sich einfach eine größere Akzeptanz, auch bei den kleinen Einzelhändlern. Mobile Bezahlsysteme wie SumUp könnten hier die Lösung sein.

SumUp ist ein Zahlungsdienstleister mit Sitz in London und ermöglicht das Bezahlen mit Giro- und Kreditkarte. Hierbei werden fast alle gängigen Kreditkarten (American Express, MasterCard und VISA) akzeptiert. Mit dem neuen SumUp Air Kartenterminal können auch kontaktlose Zahlungen mit Apple Pay und Android Pay vorgenommen werden.

 

SumUp Kartenterminal - Apple Pay

 

Die Kosten sind sehr transparent gehalten. Es entstehen keine Einrichtungsgebühren und keine monatlichen Fixkosten. Des Weiteren geht man keine Vertragsbindung ein.

Für die Zahlung mit Girocard (Maestro, Visa Elektron und V-Pay) belaufen sich die Gebühren auf 0,95% vom Umsatz. Bei Zahlung mit den o.g. Kreditkarten belaufen sich die Gebühren auf 2,75%. Die einmaligen Anschaffungskosten für das SumUp Air Terminal betragen bis zum 31.08.2017 39 Euro, danach 79 Euro. Die Bestellung bzw. Registrierung funktioniert online und dauert etwa 5 Minuten. Es werden keine Zusatzverträge mit der eigenen Bank benötigt.

 

SumUp Kartenterminal - Kostenübersicht

 

Um das Terminal verwenden zu können, wird neben der Registrierung ein Smartphone oder Tablet (mind. Bluetooth 4.0, iOS 7.0.0 oder Android 4.4) und die SumUp App (kostenlos im App Store) benötigt.

Mobile Bezahlsysteme wie SumUp sind also gerade für kleinere Händler und Unternehmen eine gute Wahl, um eine Bezahlung mit Girocard oder Kreditkarte, und somit auch Apple Pay, anzubieten. Die einfache Handhabe und die überschaubaren Kosten sprechen für einen flexiblen Zahlungsdienstleister.

Drogerie Rossmann – 3€ Gutschein Aktion

Wer zwischen dem 01. und 31. Juli 2017 seinen Einkauf bei der Drogeriekette Rossmann über Boon begleicht, erhält einen Gutschein in Höhe von 3 Euro für den nächsten Einkauf. Möglich wird das durch eine „Mastercard®-Kontaktlos-Aktion“, die gerade bei Rossmann läuft. Die Aktion ist selbstverständlich nicht auf das Bezahlen mit Apple Pay beschränkt. Da boon. by Wirecard jedoch virtuelle Prepaid-Karten aus dem Hause Mastercard® vergibt, profitieren auch alle iPhone und Apple Watch Besitzer, die Apple Pay mit boon zum Bezahlen einsetzen.

Rossmann schreibt auf seiner Internetpräsenz:

„Zahlen Sie im Juli 2017 in einer unserer ROSSMANN Filialen kontaktlos mit Mastercard® und erhalten Sie einen 3 € Gutschein für Ihren nächsten Einkauf.

Angebot gilt nur bei kontaktloser Zahlung mit Mastercard® vom 01.07 bis 31.07.2017 in deutschen ROSSMANN Filialen solange der Vorrat reicht. Ausgegebene Gutscheine können bis zum 30.09.2017 ab einem Mindesteinkaufswert von 6 € bei ROSSMANN nach Abgabe beim Kassenpersonal eingelöst werden. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Restguthaben verfällt.

Es kann pro Einkauf nur ein Gutschein eingelöst werden.“

Ich habe das ganze heute mal getestet und am Ende gleich doppelt profitiert. Der von mir benötigte Artikel war nämlich überraschenderweise im Rahmen eines Sonderangebots gerade um 3 Euro reduziert, so dass ich nicht nur 3€ sondern 6€ einsparte 🙂

Rossmann 3€ Gutschein

Der Mindesteinkauf von 6€ gilt übrigens nur für das Einlösen des Gutscheins. Der Erhalt des Gutscheins (dieser wird auf dem Kassenbon aufgedruckt) ist an keinen Mindesteinkaufswert gebunden.

Da Rossmann darauf hinweist, dass die Aktion nur „solange der Vorrat reicht“ Gültigkeit hat, lässt sich eine vorzeitige Beendigung nicht ausschließen.