Banken machen Rolle rückwärts

Neben der Sparkassen-Finanzgruppe bekundet nun auch der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) Interesse daran, deren Kunden noch in diesem Jahr Apple Pay anzubieten. Das kündigte Vorstandsmitglied Andreas Martin in einer Pressekonferenz an.

Erst wenige Tage zuvor gab der Sparkassenpräsident Helmut Schleweis bekannt, mit Apple in Verhandlungen zu stehen. So soll auch bei den Sparkassen möglichst noch in diesem Jahr Apple Pay an den Start gehen. Offensichtlich wurde der Druck seitens der Sparkassen-Kunden zu groß. Noch Ende 2018 hat der deutsche Sparkassenverband auf die Öffnung des NFC-Chips bestanden, um den Sparkassen-Kunden das mobile Bezahlen mit dem iPhone über dessen hauseigenen Lösung zu ermöglichen.

In den sozialen Netzwerken zog man darauf hin einen Vergleich zum Sparkassen-Werbespot aus dem Jahr 2012. Hier nahm die Sparkasse die fehlende Fortschrittlichkeit der Konkurrenz auf den Arm.

 

Im Gegensatz zu den Finanzinstituten die bereits mit Apple Pay am Start sind, scheint die Sparkasse besonderen Wert darauf zu legen, dass dessen Girocard für das Bezahlen mit Apple Pay in die Wallet eingebunden werden kann. Das mag vor allen Dingen für die Kunden interessant erscheinen, die über keine Kreditkarte verfügen. Laut der Sparkasse sind das immerhin 2/Drittel der Kunden. Andererseits kann die Girocard nur für das Bezahlen innerhalb Deutschlands eingesetzt werden. Wie ich vermute, dürfte diese Einschränkung wiederum Apple nicht gefallen. Man darf gespannt sein, wie es diesbezüglich weitergeht. Zur Thematik Girocard in Verbindung mit Apple Pay habe ich auf der rechten Seitenleiste eine kleine Umfrage gestartet.

Doch auch bei der Sparda Bank West scheint es in Bezug auf Apple Pay voranzugehen. Auf die Anfrage eines Blogbesucher’s teilte man diesem per Mail mit, dass man Ende April soweit sein möchte.

Zudem wurden jüngst Gerüchte laut, dass der Finanzdienstleister MLP Banking mit Sitz in Walldorf bei Heidelberg, Interesse an der Unterstützung von Apple Pay zeigen soll.

Weiterführende Links:

SumUp mit Apple Pay Unterstützung

Hinweis von Claus: Dieser Beitrag wurde ursprünglich im August 2017 durch unseren Moderator Felix verfasst. Aus aktuellem Anlass habe ich den Artikel im Februar 2019 überarbeitet und aktualisiert.

Überwiegend kleinere Händler in Deutschland akzeptieren noch immer ausschließlich das Bezahlen mit Bargeld. Sei es der örtliche Bäcker, Blumenladen oder der Friseursalon – es scheint eine gewisse Phobie gegenüber der Kartenzahlung zu geben. Neben den anfallenden Gebühren wird häufig auch nur eine komplizierte Einrichtung und Abwicklung oder die Abhängigkeit vom Payment-Dienstleister befürchtet. Doch Kunden, die gerne bargeld- bzw. kontaktlos bezahlen möchten, schauen in die Röhre. Hier wünscht man sich einfach eine größere Akzeptanz, auch von den kleineren Einzelhändlern. Mobile Bezahlsysteme wie SumUp könnten für viele Händler die Lösung sein.

SumUp ist ein Zahlungsdienstleister mit Sitz in London und ermöglicht das Bezahlen mit Giro- und Kreditkarte. Es werden die gängigen Kreditkarten wie Mastercard, Visa oder American Express akzeptiert. Mit dem SumUp Air Kartenterminal können auch kontaktlose Zahlungen via Apple Pay und Google Pay angenommen werden.

 

SumUp Kartenterminal - Apple Pay

 

Die Kosten sind sehr transparent. Es entstehen keine Einrichtungsgebühren und keine monatlichen Fixkosten. Des Weiteren geht man keine Vertragsbindung ein.

Für die Zahlung mit Girocard belaufen sich die Gebühren auf 0,95% vom Umsatz. Bei Zahlung mit einer Kreditkarte belaufen sich die Gebühren auf 2,75% vom Kaufbetrag. Die einmaligen Anschaffungskosten für das SumUp Air Terminal liegen regulär bei 39 Euro. Amazon bietet das SumUp Terminal derzeit zu einem Verkaufspreis von 29 Euro an (Stand 15.02.19). Hier gelangt Ihr zur Amazon Angebotsseite: SumUp Air Card Reader*

Die Bestellung und Registrierung funktioniert online und dauert etwa 5 Minuten. Es werden keine Zusatzverträge mit der Hausbank benötigt.

 

SumUp Kartenterminal - Kostenübersicht

 

Um das Terminal verwenden zu können, wird neben der Registrierung ein Smartphone oder Tablet (mind. Bluetooth 4.0, iOS 7.0.0 oder Android 4.4) und die SumUp App (kostenlos im App Store) benötigt.

Mobile Bezahlsysteme wie SumUp sind also gerade für kleinere Händler und Unternehmer eine gute Wahl, um die Bezahlung mit Giro- oder Kreditkarte und demnach auch für Apple Pay anzubieten. Die einfache Handhabung und die überschaubaren Kosten sprechen für den Zahlungsdienstleister SumUp mit seiner mobilen Bezahllösung.

* = Affiliatelinks/Werbelinks

Kontaktlos bezahlen in der Bäckerei

Ein Gastbeitrag von Bruce Schott

Das Backhandwerk und kontaktloses Bezahlen

Hallo liebe Leser vom Apfel.cash Blog! Mein Name ist Bruce und ich darf hier diesen Gastbeitrag veröffentlichen. Vielen Dank an Claus für diese Möglichkeit! Ihr fragt Euch nun was das Backhandwerk mit diesem Thema zu tun hat!? Nun ja auch im Bäckerhandwerk ist das kontaktlose Bezahlen nun auf dem Vormarsch. Hier geht es natürlich darum den Kunden die Möglichkeit via Apple Pay etc. zu zahlen aber auch das Thema „Hygiene“ ist gerade im Lebensmittelbereich ein weitere Aspekt auf Bargeld zu verzichten.

Die Vorteile liegen auf der Hand Karte

Ich selber nutze das kontaktlose Zahlen jeden Tag und möchte es nicht mehr missen. Es ist eben ein großer Mehrwert für die Kunden der Bäckerei wenn man morgens nicht erst Kleingeld für seine Backwaren suchen muss. Brötchen kaufen Karte oder Smartphone dranhalten und genießen.

Hier noch mein Podcast dazu

Warum ist kontaktlos bezahlen auf dem Vormarsch?

Wir alle wissen wie dreckig unser Bargeld ist und welche Bakterien etc. sich darauf befinden. Alleine aus diesem Grund finde ich das ein bargeldloses und kontaktloses Zahlen ein Muss in der heutigen Zeit ist! Sicherlich haben in Deutschland schon einige Unternehmen auf diese Bezahlfunktion umgestellt, aber wir sind hier noch lange nicht soweit wie in anderen Ländern! Wenn ich da z.B. Norwegen sehe wo man wirklich alles und damit meine ich alles bargeldlos bezahlen kann dann müssen wir hier noch einiges tun! In einigen Bäckereien wird dies ja auch erfolgreich eingesetzt und die Kunden sind sehr zufrieden. Schnell 2 Brötchen gekauft, die Karte neben das Terminal gehalten, ein Piepton und alles ist bezahlt! Das ist hygienischer, schneller und einfacher für alle! Auszug aus meinem Beitrag vom Januar 2018!

Ihr seht also das dieses Thema mittlerweile alle Bereiche erreicht. Und gerade überall die morgendlichen Backwaren bargeldlos zu bezahlen wäre doch eine geniale Sache!

Mobiles Bezahlen auf dem Vormarsch! Doch ist der Handel ausreichend informiert?

Mobiles Bezahlen im HandelWie bereits im Vorfeld durch zahlreiche Medien angekündigt, ist Googles Bezahldienst „Google Pay“ am 26. Juni in Deutschland gestartet. Zur Einführung konnte Google die Commerzbank, Comdirect, N26 sowie boon by Wirecard als Partnerbanken gewinnen. Weitere Finanzdienstleister sollen folgen. Ob Google Pay von den Android-Nutzern hierzulande als alternatives Zahlungsmittel angenommen wird, muss sich in den kommenden Monaten zeigen. Bei einem Marktanteil von 75,8%  (Absatz von Smartphones mit Android Betriebssystem[1]), ist zumindest ein großes Nutzerpotential vorhanden. Allerdings sollte Google versuchen, möglichst bald weitere Finanzinstitute für seinen Dienst zu gewinnen.

Mit Garmin Pay und Fidor Pay führten diesen Monat gleich noch zwei weitere Anbieter ihren mobilen Bezahldienst hierzulande ein. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie auch die Sparkassen kündigten zudem eine hauseigene Lösung für das Bezahlen mit dem Smartphone an. Hier ist mit der Einführung noch in diesem Sommer zu rechnen. In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen, könnte tatsächlich der Durchbruch beim mobilen Bezahlen in absehbarer Zeit gelingen.

Doch ist auch der Handel und insbesondere das Kassenpersonal auf das mobile Bezahlen vorbereitet? Meine Erfahrungen mit Apple Pay haben gezeigt, dass es im Regelfall zu keinen größeren Schwierigkeiten kommt. Allerdings war immer mal wieder eine gewisse Verunsicherung bei den Kassenkräften zu erkennen. Von ähnlichen Erfahrungen berichten die Blogbesucher/innen beim Melden neuer Akzeptanzstellen. Vereinzelt wurde der Bezahlvorgang auch hinterfragt oder nach einer Unterschrift verlangt. Andere Angestellte zeigten sich wiederum von der Technik begeistert.

Trotz überwiegend guter Erfahrungen, kann leider nicht nur positives berichtet werden. Ganz und gar nicht akzeptabel war ein Vorfall bei Müller Drogeriemarkt. Da ging die Kassiererin soweit, der Kundin betrügerische Absichten vorzuwerfen, als diese mit ihrer Apple Watch bezahlen wollte. In einem sehr forschen Ton bestand die Kassiererin zudem auf den Personalausweis und eine Unterschrift.

Bei entsprechender Kartenakzeptanz und NFC-fähigen Terminals wären die Unternehmen spätestens seit der Einführung von Google Pay gut beraten, ihre Filialleiter flächendeckend zu informieren, dass auch das Bezahlen mit dem Smartphone möglich ist. Die Diskussion mit der Kassiererin bzw. dem Kassierer ist nicht nur unangenehm, sondern verfehlt auch das Ziel einer schnellen und bequemen Zahlungsabwicklung.

Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt? Gerne dürfen sich auch Nutzer/innen von anderen OS-Versionen zu Wort melden ;-).

Quellenangabe:

1. Marktanteile von Android und iOS am Smartphone Absatz in Deutschland | de.statista.com | Aufruf: 27.Juni 2018

Digitaler Fortschritt in Deutschland ohne Apple Pay?

Digitaler Fortschritt ohne Apple PayMit Google Pay, Garmin Pay, Fidor Pay sowie der digitalen Girocard sind hierzulande gleich vier neue Mobile-Payment-Dienste am Start. Es überrascht positiv, wie sich plötzlich der Markt für mobiles Bezahlen in Deutschland öffnet. Auch entsteht der Eindruck, als müsse jetzt alles sehr schnell gehen. Googles Bezahldienst soll bereits am 26. Juni 2018 in Deutschland starten. Der Rollout für die digitale Girocard (Girocard Mobile) wurde für den Sommer 2018 angekündigt. Doch noch vor einem einheitlichen Start ist nun die Volksbank Mittelhessen vorgeprescht und bietet seinen Kunden vorab das Bezahlen mit der Girocard Mobile an.

Insbesondere bei der digitalen Girocard gibt es ein ernormes Kundenpotenzial. Immerhin handelt es sich hierzulande um das meist genutzte Debitkarten Zahlungssystem. Soweit die Kundenberater der teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Sparkassen überzeugen und ihre Kunden die Bedenken vor dem Bezahlen mit dem Smartphone nehmen können, sollte Deutschland mittelfristig der Durchbruch für das Mobile-Payment gelingen.

Bis auf die Wearables von Garmin, sind für die oben genannten Payment Dienste ein Smartphone mit NFC Unterstützung und installiertem Android Betriebssystem erforderlich. Das iPhone bzw. iOS wird von keinen der Dienste unterstützt.

Man darf gespannt sein, ob es den Anbietern mithilfe eines guten Produktmarketings gelingen wird, die Verbraucher mit ihren Mobile-Payment-Diensten ins Boot zu holen. An mangelnden Akzeptanzstellen sollte es nicht scheitern. Wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken berichtet, ist es bereits an ca. 600.000 Terminals möglich, kontaktlos zu bezahlen. Eine entsprechende Kundenakzeptanz vorausgesetzt, könnte somit 2019 der Durchbruch für das Bezahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch gelingen.

Doch wie steht es um Apple Pay? Wenn Apple nicht genau jetzt die Zeichen der Zeit erkennt und die Initiative ergreift, dürfte der Zug irgendwann abgefahren sein. Mit der Einführung von Google Pay und der Girocard Mobile wird es für Apple zumindest nicht einfacher, seinen Bezahldienst breitflächig zu etablieren.

Mir liegt es fern an dieser Stelle eine Debatte loszutreten, wer letztendlich für den „Stillstand“ verantwortlich ist. Doch das es nicht einzig und alleine an den Banken liegen kann, zeigt die bevorstehende Einführung von Google Pay. Hier konnte Google immerhin die Commerzbank als Kooperationspartner für sich gewinnen. Auch die Finanzdienstleister N26, bunq, boon by Wirecard und vermutlich Santander sollten offen für die Einführung von Apples Bezahldienst sein.

London führt kontaktloses Bezahlen für Straßenkünstler ein

Ab sofort ist es in den 32 Londoner Stadtbezirken möglich, Straßenkünstler neben einer Bargeldspende auch mithilfe des kontaktlosen Bezahlens finanziell zu unterstützen. Apple Pay wird hierbei ebenso unterstützt. Das gemeinsame Projekt von Busk in London und dem schwedischen Zahlungsdienstleister iZettle wurde dieses Wochenende vom Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ins Leben gerufen. Bei Busk in London handelt es sich um eine städtische Organisation für Straßenkünstler.
iZettle machte erst kürzlich auf sich aufmerksam, nachdem Paypal das schwedische Start-up Unternehmen für knapp 1,9 Milliarden Euro übernommen hat. iZettle bietet unter anderem Kartenlesegeräte an, die mit Tablets & Smartphones gekoppelt werden. So können auch kleinere Händler ihren Kunden das Bezahlen mit Kreditkarte anbieten.

Einige ausgewählte Straßenkünstler seit längerem das kontaktlose Lesegerät von iZettle getestet. So auch Charlotte Campbell, die nun BBC News berichtete, dass diese Technologie einen signifikanten Einfluss auf die Spendenbereitschaft hatte.

 

„Während ich singe, nutzen mehr Personen denn je Tap-to-Donate.  Wenn eine Person damit beginnt, folgen häufig andere.“

Die teilnehmenden Straßenkünstler legen zuvor einen festen Spendenbeitrag fest, den sie dem interessierten Publikum anzeigen. Charlotte Campbell hat den Spendenbeitrag beispielsweise auf £2 (knapp 2,30€) festgelegt.

Aktionen wie diese zeigen einmal mehr auf, wie rückständig wir doch beim bargeldlosen Zahlen sind.

Kontaktlos bezahlen – Kassenkräfte unzureichend informiert?

Kontaktlos Bezahlen am POSDas kontaktlose Bezahlen wird in immer mehr Geschäften als komfortable Bezahl-Alternative angeboten. Durch das bloße Heranhalten der physischen Karte, des Smartphones oder der Watch wird das Bezahlen einfacher und schneller. Hiervon profitiert der Handel sowie der Kunde gleichermaßen.

Das Transaktionsvolumen allein im Segment „Mobile POS Payments“ wird im laufenden Kalenderjahr auf etwa 174 Mio. Euro geschätzt [1]. Das entspricht einer Steigerung um 173% gegenüber 2017. Bis zum Jahr 2022 wird ein Transaktionsvolumen von 1.021 Mio. erwartet. Die Anzahl Nutzer im Bereich „Mobile POS Payments“ soll dieses Jahr von 1,07 Mio. auf 2,16 Mio. anwachsen (ein Wachstum von 102%). Die Werte beinhalten folgende Zahlungsmethoden:

  • Point-of-Sale-Zahlungen über Mobile Wallets, abgewickelt über jegliche Art von Smart Device
  • kontaktlose, app-basierte Transaktionen mit einem geeigneten Zahlungsterminal des Händlers
  • NFC, QR-Code oder Bluetooth-basierte Zahlungsvorgänge

Bei diesen Zahlen überrascht es, dass noch immer viele der Kassenkräfte irritiert sind, wenn für das Bezahlen beispielsweise ein Smartphone eingesetzt wird. Zwar wird man häufig in angenehme Gespräche verwickelt, doch das es auch anders geht, zeigt sich unter anderem bei Drogerie Müller. Hier wurde bereits mehrfach von einem stellenweise frechen Verhalten der Kassenkraft berichtet. Als eine Freundin bei Drogerie Müller mit dem iPhone bezahlen wollte, wurde sie barsch angefahren, sie möge doch endlich ihre Karte ins Terminal stecken. Zuvor wurde beim Versuch, ihr iPhone an das Kartenterminal zu halten, dieses weggezogen. Am Ende hat die Kassiererin energisch auf das Vorlegen eines Personalausweises sowie auf eine Unterschrift auf dem Kassenbon bestanden. In einem Nachbarforum war ebenfalls von einem vorwurfsvollen und arroganten Ton die Rede, als der Kunde sein iPhone an das Terminal gehalten hat. In einem weiteren Fall berichtet ein Käufer auf Facebook, dass ihm seine Karte aus der Hand gerissen wurde, als er diese an das Terminal halten und nicht stecken wollte. Der entscheidende Vorteil beim kontaktlosen Bezahlen, nämliche eine schnelle und bequeme Abwicklung zu erreichen, wurde hier völlig verfehlt.

Manche Führungskräfte am POS müssen sich demnach fragen lassen, ob die Kassenkräfte ausreichend über die unterschiedlichen Möglichkeiten beim kontaktlosen Bezahlen aufgeklärt und geschult sind.

Habt ihr bereits ähnliche Erfahrung gemacht? Dann hinterlasst ein Kommentar.

Quellennachweis
Mobile POS Payments

Weiterführender Link:
Bezahlen per Handy: Mobile Payment mit NFC

Apple Pay :: Kleine Beträge ganz groß

Das Bezahlen mit Apple Pay geht schnell, ist bequem und zudem sicher. Auch kann im Regelfall die PIN-Eingabe entfallen [1].

Doch insbesondere beim Bezahlen an Automaten oder beim Begleichen kleinerer Beträge im lokalen Handel, ist Apple Pay eine echte Bereicherung. Wer kennt nicht die Situation, in der man vor einem Parkautomaten steht und das Münzgeld reicht nicht aus. Auch an Süßwaren- oder Getränkeautomaten kann Apple Pay sehr nützlich sein. Ebenso auf Rastplätzen mit Toilettenanlagen von Sanifair ist das Bezahlen mit Apple Pay eine komfortable Sache. Das Suchen in der Geldbörse nach passendem Kleingeld oder das vorherige Wechseln von Geldscheinen kann in diesen Fällen entfallen.

Zwar findet das kontaktlose Bezahlen bei den großen Filialketten eine fast flächendeckende Akzeptanz, doch würde ich mir an Automaten oder in Geschäften mit kleinen Zahlbeträgen, eine ähnlich hohe Kartenakzeptanz wünschen.

Das es auch anders geht, stellen die großen Parkhausbetreiber Apcoa und Q-Park unter Beweis. Hier ist das kontaktloses Bezahlen mit Kreditkarte bereits möglich. Bei den Bäckereien haben die Ketten „Brezelbäckerei Ditsch“ oder „Junge“ bereits die Vorteile für das bargeldlose Bezahlen für sich erkannt [2]. Das Café „Public Coffee Roasters“ am Hamburger Goldbekplatz hat das Bargeld sogar völlig abgeschafft. Dort lässt sich ausschließlich mit Karte bezahlen [3].

Wie zeigt sich das bei euch? Gibt es Situationen und Momente, in denen ihr das Bezahlen mit Apple Pay besonders zu schätzen wisst?

Weiterführende Links:

1. Apple Pay und die PIN-Abfrage

2. Bezahlen mit Apple Pay :: Vorteile für beide Seiten

3. Bar zahlen? Nein, Danke!

Bezahlen mit Apple Pay :: Vorteile für beide Seiten

Die Digitalisierung in Deutschland – auch beim Bezahlen im Handel – schreitet immer weiter voran. Dennoch möchten laut einer Umfrage des Finanzinstituts ING-DiBa, 84% aller Befragten nie ganz ohne Bargeld auskommen.

 

„Die Resultate bestätigen das besondere – und altbekannte – Verhältnis der Deutschen zum Bargeld. Deutsche Verbraucher tragen öfter und in größerer Menge Bargeld bei sich als der europäische Durchschnitt und wickeln auch einen größeren Anteil ihrer Transaktionen mit Bargeld ab.“

Das ist nur ein Ergebnis der umfangreichen Umfrage, die in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA durchgeführt wurde[1].

Hinterfrage ich in meinem Bekanntenkreis deren Zahlungsverhalten, so sind von den Bargeld-Befürwortern überwiegend zwei Argumente zu hören:

  • Bessere Kontrolle der eigenen Zahlungsfähigkeit
  • Höhere Anonymität und dem damit verbundenen Datenschutz

Vom Handel werden bei fehlender Kartenakzeptanz meist die Kosten vorgeschoben. Dabei sind die Gebühren nach einer EU-Verordnung im Jahr 2015 auf max. 0,3% begrenzt worden. Bei einem Kaufbetrag in Höhe von 100 Euro, entspricht das gerade mal 30 Cent. Zu berücksichtigen sind allerdings noch Kosten für den Zahlungsterminaldienstleister, der die technische Infrastruktur bereitstellt und alle relevanten Daten an die abrechnende Acquiring Bank übermittelt. Berücksichtigt man jedoch im Fall der Bargeldzahlung die hiermit verbundenen Folgekosten, beispielsweise für den Geldtransport oder die Verwaltung und Versicherung des Bargeldbestandes, so kann für den Handel das Bezahlen mit Karte durchaus attraktiver sein.

Doch selbst wenn sich die genannten Gründe der Bargeld-Befürworter nachvollziehen lassen, so sollte man anerkennen, dass die vielen Vorteile bei der Kartenzahlung überwiegen. Insbesondere der Einsatz von Apple Pay hat für beide Seiten deutliche Vorteile.

Vorteile für die Verbraucher:

  • Schlanke Geldbörse! Es muss kein Bargeld oder Portemonnaie mitgeführt werden
  • Das Bezahlen geht schneller und ist komfortabler. Das ist besonders bei kleinen Beträgen (Parkhaus, Taxi etc.) sehr bequem. Beim Bezahlen mit Apple Pay ist selbst bei Einkäufen über 25 Euro meist keine PIN-Eingabe erforderlich
  • Beim Verlust der Geldbörse ist der Inhalt meist verloren. Bei einem Diebstahl des iPhones ist nicht einmal die Sperrung der Kreditkarte erforderlich
  • Der Händler erhält beim Bezahlen mit Apple Pay – im Gegensatz zur physischen Kreditkarte – keine persönliche Daten. Zudem gibt es eine erhöhte Sicherheit durch Touch- bzw. Face-ID
  • Zahlungen über das iPhone sind deutlich hygienischer als Bargeld, das durch viele Hände geht (Stichwort „Keime“)

Vorteile für den Handel:

  • Das kontaktlose Bezahlen verhindert die falsche Herausgabe vom Rückgeld
  • Deutlich schnellere Abwicklung an der Kasse (geringere Wartezeiten für Kunden)
  • Mehr Customer Convenience durch eine größere Auswahl der Zahlungsarten
  • Die Kosten bei Kartenzahlung sind kaum höher als bei Bargeld
  • Weniger Risiko von Falschgeld sowie mehr Sicherheit durch den geringeren Bargeldbestand
  • Niedrigere Handlingskosten, beispielsweise beim Kassenabschluss
  • Kontaktlose Zahlungen sind deutlich hygienischer als Bargeld. Besonders im Lebensmittelbereich (Bäcker, Metzger etc.)

 

Zur vollständigen Umfrage:
Cash bleibt doch King

Weiterführende Links:
1. Überblick über Sicherheit und Datenschutz bei Apple Pay
2. Apple Pay und die PIN-Abfrage
3. Wie sicher ist Apple Pay
4. Apple Pay Akzeptanzstellen

 

Apple Pay und die PIN-Abfrage

Die Kartenanbieter legen für das kontaktlose Bezahlen ein Einkaufslimit fest, bis zu welchem Betrag die PIN-Eingabe am Kassenterminal entfallen kann. Bei Mastercard beträgt dieses Limit aktuell bei 25 Euro. Das Kreditkartenunternehmen Visa hat das Limit im vergangenen Jahr von 25 auf 50 Euro angehoben. Wird das festgelegte Limit überschritten, so ist aus Sicherheitsgründen die Eingabe einer PIN am Kassenterminal oder eine Unterschrift auf dem Bon zu leisten. Einige der Kreditkarten­anbieter bauen zur Sicherheit allerdings eine zusätzliche Abfrage ein. Hier kann spora­disch oder nach einem bestimmten Schema auch bei Beträgen kleiner 25 Euro nach einer PIN oder Unter­schrift verlangt werden.

In einer Pressemitteilung vom 10. Mai 2017 schreibt das Drogerieunternehmen dm hierzu:

Bei Einkaufsbeträgen bis 25 € ist in der Regel keine Autorisierung durch den Kunden mittels PIN oder Unterschrift erforderlich. Bedingt durch Sicherheitsprüfungen der Kundenbanken kann es jedoch sporadisch zu Autorisierungsabfragen kommen.

Einer der Vorteile beim Bezahlen mit Apple Pay ist, dass über das sogenannte CDCVM-Verfahren die PIN-Eingabe auch bei Beträgen größer 25 bzw. 50 Euro entfallen kann. CDCVM steht für Consumer Device Cardholder Verification Method. Bei diesem Verfahren erfolgt die Verifizierung bereits am mobilen Gerät über die Authentifizierung via Touch-ID, Face-ID (iPhone X) oder der PIN-Eingabe beim Anlegen der Apple Watch. Damit die PIN-Eingabe am Kassenterminal entfallen kann, muss das CDCVM-Verfahren am Terminal unterstützt werden.

Anhand der Apple Pay Akzeptanzdatenbank lässt sich gut erkennen, dass der Großteil der heutigen Terminals das CDCVM-Verfahren bereits unterstützen.

  • Bei 1.114 Einkäufen kleiner 25 Euro, war in nur 4 Fällen eine PIN-Eingabe erforderlich
  • Bei 666 Einkäufen größer 25 Euro, wurde in 49 Fällen nach einer PIN verlangt, was 7,36% entspricht

Spannenderweise wurde beim Bezahlen häufiger nach einer Unterschrift als nach einem PIN verlangt. Ob es in all diesen Fällen überhaupt ein Unterschriftsfeld auf dem Bon gegeben hat, wage ich zu bezweifeln. Hier dürfte viel eher die Unsicher- bzw. Unwissenheit der Kassenkraft ausschlaggebend für das Verlangen einer Unterschrift gewesen sein. Wie möchte die Kassenkraft die Unterschrift ohne physische Kreditkarte auch abgleichen?

Fazit: Man kann festhalten, dass eine PIN-Abfrage beim Bezahlen mit Apple Pay die Ausnahme ist. Wird dennoch nach einer PIN verlangt, so könnte das an der fehlenden CDCVM Unterstützung oder der sporadischen Sicherheitsabfrage liegen.