Kontaktlos bezahlen in der Bäckerei

Ein Gastbeitrag von Bruce Schott

Das Backhandwerk und kontaktloses Bezahlen

Hallo liebe Leser vom Apfel.cash Blog! Mein Name ist Bruce und ich darf hier diesen Gastbeitrag veröffentlichen. Vielen Dank an Claus für diese Möglichkeit! Ihr fragt Euch nun was das Backhandwerk mit diesem Thema zu tun hat!? Nun ja auch im Bäckerhandwerk ist das kontaktlose Bezahlen nun auf dem Vormarsch. Hier geht es natürlich darum den Kunden die Möglichkeit via Apple Pay etc. zu zahlen aber auch das Thema „Hygiene“ ist gerade im Lebensmittelbereich ein weitere Aspekt auf Bargeld zu verzichten.

Die Vorteile liegen auf der Hand Karte

Ich selber nutze das kontaktlose Zahlen jeden Tag und möchte es nicht mehr missen. Es ist eben ein großer Mehrwert für die Kunden der Bäckerei wenn man morgens nicht erst Kleingeld für seine Backwaren suchen muss. Brötchen kaufen Karte oder Smartphone dranhalten und genießen.

Hier noch mein Podcast dazu

Warum ist kontaktlos bezahlen auf dem Vormarsch?

Wir alle wissen wie dreckig unser Bargeld ist und welche Bakterien etc. sich darauf befinden. Alleine aus diesem Grund finde ich das ein bargeldloses und kontaktloses Zahlen ein Muss in der heutigen Zeit ist! Sicherlich haben in Deutschland schon einige Unternehmen auf diese Bezahlfunktion umgestellt, aber wir sind hier noch lange nicht soweit wie in anderen Ländern! Wenn ich da z.B. Norwegen sehe wo man wirklich alles und damit meine ich alles bargeldlos bezahlen kann dann müssen wir hier noch einiges tun! In einigen Bäckereien wird dies ja auch erfolgreich eingesetzt und die Kunden sind sehr zufrieden. Schnell 2 Brötchen gekauft, die Karte neben das Terminal gehalten, ein Piepton und alles ist bezahlt! Das ist hygienischer, schneller und einfacher für alle! Auszug aus meinem Beitrag vom Januar 2018!

Ihr seht also das dieses Thema mittlerweile alle Bereiche erreicht. Und gerade überall die morgendlichen Backwaren bargeldlos zu bezahlen wäre doch eine geniale Sache!

Apple Pay Cash: Die wichtigsten Fakten

Update 30.09.2018: Heute wurde von Apple ein deutschsprachiges Apple Pay Cash Supportdokument online gestellt. Danke an unser Forumsmitglied @medicus für den Hinweis.

Update 02.10.2018: Der Link verweist seit heute Abend wieder auf das englische Supportdokument. Danke an @Kunststein für den Hinweis.

 

Apple Pay Cash KarteIn diesem Artikel möchte ich erläutern, was es mit dem Zahlungsdienst Apple Pay Cash auf sich hat. Bei Apple Pay Cash handelt es sich um einen P2P-Payment-Dienst. P2P Payment steht für Peer-to-Peer bzw. für die Person-to-Person Zahlung. Demnach lässt sich Apple Pay Cash für den Geldtransfer zwischen zwei Personen einsetzen. Eine kommerzielle Nutzung ist nicht gestattet.

Denkbare Anwendungsszenarien sind beispielsweise:

  • Nach einem Restaurantbesuch kann dem Zahlenden schnell und einfach der eigene Anteil an der Rechnung über das iPhone „überwiesen“ werden. Dieser Betrag wird dem Empfänger sofort auf seiner Apple Pay Cash Karte gutgeschrieben.
  • Geburtstagsgeschenke lassen sich einfach unter Freunden teilen
  • Dem Arbeitskollegen wird das geliehene Geld für das Mittagessen über Apple Pay Cash zurückgezahlt

Das Senden von Geldbeträgen an eine andere Person, wird über Apple’s Messenger-Dienst iMessage eingeleitet (siehe angehängtes Video). Der Transfer erfolgt hierbei in Echtzeit. Für die Nutzung wird ein kompatibles Device mit iOS 11.2 oder neuer (bzw. watchOS 4.2 oder neuer) sowie eine gültige Apple-ID vorausgesetzt.  Für den Einsatz ist ein Mindestalter von 18 Jahren Pflicht. Zur Identifikation ist unter Umständen ein Ausweisdokument erforderlich, dass bei der Ersteinrichtung über die Kamera erfasst wird.

Nach der erfolgreichen Einrichtung, wird automatisch die virtuelle Apple-Pay-Cash-Karte in der Apple Wallet hinterlegt.

Apple Pay Cash Wallet

Um die Karte mit Guthaben zu befüllen, stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Einerseits lässt sich die Apple Pay Cash Karte über eine in der Wallet qualifizierte Kredit- oder Debitkarte aufladen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Geld über einen anderen Apple Pay Cash Nutzer via P2P Zahlung zu erhalten.

Vorhandenes Kartenguthaben lässt sich für das Bezahlen im Handel sowie zum Senden von Geldbeträgen an andere Apple Pay Cash Anwender einsetzen. Ebenso lässt sich Guthaben auf ein zuvor hinterlegtes Bankkonto überweisen. Wenn man Geld versendet, wird automatisch die Apple Pay Cash belastet. Falls das Guthaben für die Zahlung nicht ausreicht, wird eine Kredit- oder Debitkarte aus der Wallet mit dem verbleibenden Betrag belastet. Bei einer Kreditkarte werden 3 % aufgeschlagen. Bei einer Debitkarte fallen keine Gebühren an.

Im Gegensatz zu Apple Pay, bleibt Apple Pay Cash bislang den USA vorbehalten. Wann genau Apple Pay Cash in Europa Einzug hält, lässt sich derzeit nicht vorhersagen. Viele Nutzer, mich eingeschlossen, hoffen auf eine zeitgleiche Einführung von Apple Pay in Deutschland. In den USA wird der Apple Pay Cash Zahlungsverkehr über die Green Dot Bank abgewickelt. Für das Bezahlen im Handel wird eine Discover Akzeptanz beim Händler vorausgesetzt. Die Discover Karte findet außerhalb der USA allerdings kaum eine Akzeptanz. Von daher ist davon auszugehen, dass Apple für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs in Europa, einen weiteren Finanzdienstleister ins Boot holen wird. Aus meiner Sicht wäre die Wirecard AG hierfür ein durchaus prädestinierter Partner.

Das nachfolgende Video zeigt auf, wie das Senden/Empfangen von Geld zwischen zwei Personen über iMessage vonstatten geht.

 

Mobiles Bezahlen auf dem Vormarsch! Doch ist der Handel ausreichend informiert?

Mobiles Bezahlen im HandelWie bereits im Vorfeld durch zahlreiche Medien angekündigt, ist Googles Bezahldienst „Google Pay“ am 26. Juni in Deutschland gestartet. Zur Einführung konnte Google die Commerzbank, Comdirect, N26 sowie boon by Wirecard als Partnerbanken gewinnen. Weitere Finanzdienstleister sollen folgen. Ob Google Pay von den Android-Nutzern hierzulande als alternatives Zahlungsmittel angenommen wird, muss sich in den kommenden Monaten zeigen. Bei einem Marktanteil von 75,8%  (Absatz von Smartphones mit Android Betriebssystem[1]), ist zumindest ein großes Nutzerpotential vorhanden. Allerdings sollte Google versuchen, möglichst bald weitere Finanzinstitute für seinen Dienst zu gewinnen.

Mit Garmin Pay und Fidor Pay führten diesen Monat gleich noch zwei weitere Anbieter ihren mobilen Bezahldienst hierzulande ein. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie auch die Sparkassen kündigten zudem eine hauseigene Lösung für das Bezahlen mit dem Smartphone an. Hier ist mit der Einführung noch in diesem Sommer zu rechnen. In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen, könnte tatsächlich der Durchbruch beim mobilen Bezahlen in absehbarer Zeit gelingen.

Doch ist auch der Handel und insbesondere das Kassenpersonal auf das mobile Bezahlen vorbereitet? Meine Erfahrungen mit Apple Pay haben gezeigt, dass es im Regelfall zu keinen größeren Schwierigkeiten kommt. Allerdings war immer mal wieder eine gewisse Verunsicherung bei den Kassenkräften zu erkennen. Von ähnlichen Erfahrungen berichten die Blogbesucher/innen beim Melden neuer Akzeptanzstellen. Vereinzelt wurde der Bezahlvorgang auch hinterfragt oder nach einer Unterschrift verlangt. Andere Angestellte zeigten sich wiederum von der Technik begeistert.

Trotz überwiegend guter Erfahrungen, kann leider nicht nur positives berichtet werden. Ganz und gar nicht akzeptabel war ein Vorfall bei Müller Drogeriemarkt. Da ging die Kassiererin soweit, der Kundin betrügerische Absichten vorzuwerfen, als diese mit ihrer Apple Watch bezahlen wollte. In einem sehr forschen Ton bestand die Kassiererin zudem auf den Personalausweis und eine Unterschrift.

Bei entsprechender Kartenakzeptanz und NFC-fähigen Terminals wären die Unternehmen spätestens seit der Einführung von Google Pay gut beraten, ihre Filialleiter flächendeckend zu informieren, dass auch das Bezahlen mit dem Smartphone möglich ist. Die Diskussion mit der Kassiererin bzw. dem Kassierer ist nicht nur unangenehm, sondern verfehlt auch das Ziel einer schnellen und bequemen Zahlungsabwicklung.

Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt? Gerne dürfen sich auch Nutzer/innen von anderen OS-Versionen zu Wort melden ;-).

Quellenangabe:

1. Marktanteile von Android und iOS am Smartphone Absatz in Deutschland | de.statista.com | Aufruf: 27.Juni 2018

Digitaler Fortschritt in Deutschland ohne Apple Pay?

Digitaler Fortschritt ohne Apple PayMit Google Pay, Garmin Pay, Fidor Pay sowie der digitalen Girocard sind hierzulande gleich vier neue Mobile-Payment-Dienste am Start. Es überrascht positiv, wie sich plötzlich der Markt für mobiles Bezahlen in Deutschland öffnet. Auch entsteht der Eindruck, als müsse jetzt alles sehr schnell gehen. Googles Bezahldienst soll bereits am 26. Juni 2018 in Deutschland starten. Der Rollout für die digitale Girocard (Girocard Mobile) wurde für den Sommer 2018 angekündigt. Doch noch vor einem einheitlichen Start ist nun die Volksbank Mittelhessen vorgeprescht und bietet seinen Kunden vorab das Bezahlen mit der Girocard Mobile an.

Insbesondere bei der digitalen Girocard gibt es ein ernormes Kundenpotenzial. Immerhin handelt es sich hierzulande um das meist genutzte Debitkarten Zahlungssystem. Soweit die Kundenberater der teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Sparkassen überzeugen und ihre Kunden die Bedenken vor dem Bezahlen mit dem Smartphone nehmen können, sollte Deutschland mittelfristig der Durchbruch für das Mobile-Payment gelingen.

Bis auf die Wearables von Garmin, sind für die oben genannten Payment Dienste ein Smartphone mit NFC Unterstützung und installiertem Android Betriebssystem erforderlich. Das iPhone bzw. iOS wird von keinen der Dienste unterstützt.

Man darf gespannt sein, ob es den Anbietern mithilfe eines guten Produktmarketings gelingen wird, die Verbraucher mit ihren Mobile-Payment-Diensten ins Boot zu holen. An mangelnden Akzeptanzstellen sollte es nicht scheitern. Wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken berichtet, ist es bereits an ca. 600.000 Terminals möglich, kontaktlos zu bezahlen. Eine entsprechende Kundenakzeptanz vorausgesetzt, könnte somit 2019 der Durchbruch für das Bezahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch gelingen.

Doch wie steht es um Apple Pay? Wenn Apple nicht genau jetzt die Zeichen der Zeit erkennt und die Initiative ergreift, dürfte der Zug irgendwann abgefahren sein. Mit der Einführung von Google Pay und der Girocard Mobile wird es für Apple zumindest nicht einfacher, seinen Bezahldienst breitflächig zu etablieren.

Mir liegt es fern an dieser Stelle eine Debatte loszutreten, wer letztendlich für den „Stillstand“ verantwortlich ist. Doch das es nicht einzig und alleine an den Banken liegen kann, zeigt die bevorstehende Einführung von Google Pay. Hier konnte Google immerhin die Commerzbank als Kooperationspartner für sich gewinnen. Auch die Finanzdienstleister N26, bunq, boon by Wirecard und vermutlich Santander sollten offen für die Einführung von Apples Bezahldienst sein.