London führt kontaktloses Bezahlen für Straßenkünstler ein

Ab sofort ist es in den 32 Londoner Stadtbezirken möglich, Straßenkünstler neben einer Bargeldspende auch mithilfe des kontaktlosen Bezahlens finanziell zu unterstützen. Apple Pay wird hierbei ebenso unterstützt. Das gemeinsame Projekt von Busk in London und dem schwedischen Zahlungsdienstleister iZettle wurde dieses Wochenende vom Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ins Leben gerufen. Bei Busk in London handelt es sich um eine städtische Organisation für Straßenkünstler.
iZettle machte erst kürzlich auf sich aufmerksam, nachdem Paypal das schwedische Start-up Unternehmen für knapp 1,9 Milliarden Euro übernommen hat. iZettle bietet unter anderem Kartenlesegeräte an, die mit Tablets & Smartphones gekoppelt werden. So können auch kleinere Händler ihren Kunden das Bezahlen mit Kreditkarte anbieten.

Einige ausgewählte Straßenkünstler seit längerem das kontaktlose Lesegerät von iZettle getestet. So auch Charlotte Campbell, die nun BBC News berichtete, dass diese Technologie einen signifikanten Einfluss auf die Spendenbereitschaft hatte.

 

„Während ich singe, nutzen mehr Personen denn je Tap-to-Donate.  Wenn eine Person damit beginnt, folgen häufig andere.“

Die teilnehmenden Straßenkünstler legen zuvor einen festen Spendenbeitrag fest, den sie dem interessierten Publikum anzeigen. Charlotte Campbell hat den Spendenbeitrag beispielsweise auf £2 (knapp 2,30€) festgelegt.

Aktionen wie diese zeigen einmal mehr auf, wie rückständig wir doch beim bargeldlosen Zahlen sind.

Bezahlen mit Apple Pay :: Vorteile für beide Seiten

Die Digitalisierung in Deutschland – auch beim Bezahlen im Handel – schreitet immer weiter voran. Dennoch möchten laut einer Umfrage des Finanzinstituts ING-DiBa, 84% aller Befragten nie ganz ohne Bargeld auskommen.

 

„Die Resultate bestätigen das besondere – und altbekannte – Verhältnis der Deutschen zum Bargeld. Deutsche Verbraucher tragen öfter und in größerer Menge Bargeld bei sich als der europäische Durchschnitt und wickeln auch einen größeren Anteil ihrer Transaktionen mit Bargeld ab.“

Das ist nur ein Ergebnis der umfangreichen Umfrage, die in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA durchgeführt wurde[1].

Hinterfrage ich in meinem Bekanntenkreis deren Zahlungsverhalten, so sind von den Bargeld-Befürwortern überwiegend zwei Argumente zu hören:

  • Bessere Kontrolle der eigenen Zahlungsfähigkeit
  • Höhere Anonymität und dem damit verbundenen Datenschutz

Vom Handel werden bei fehlender Kartenakzeptanz meist die Kosten vorgeschoben. Dabei sind die Gebühren nach einer EU-Verordnung im Jahr 2015 auf max. 0,3% begrenzt worden. Bei einem Kaufbetrag in Höhe von 100 Euro, entspricht das gerade mal 30 Cent. Zu berücksichtigen sind jedoch noch Kosten für den Zahlungsterminaldienstleister der die technische Infrastruktur bereitstellt und alle relevanten Daten an die abrechnende Acquiring Bank übermittelt!

Berücksichtigt man allerdings bei der Bargeldzahlung die Folgekosten, beispielsweise für den Geldtransport oder die Verwaltung und Versicherung des Bargeldbestandes, so könnte dem Handel das Bezahlen mit Karte durchaus günstiger kommen.

Doch selbst wenn sich die genannten Gründe der Bargeld-Befürworter nachvollziehen lassen, so sollte man anerkennen, dass die vielen Vorteile bei der Kartenzahlung überwiegen. Insbesondere der Einsatz von Apple Pay hat für beide Seiten deutliche Vorteile.

Vorteile für die Verbraucher:

  • Schlanke Geldbörse! Es muss kein Bargeld oder Portemonnaie mitgeführt werden
  • Das Bezahlen geht schneller und ist komfortabler. Das ist besonders bei kleinen Beträgen (Parkhaus, Taxi etc.) sehr bequem. Beim Bezahlen mit Apple Pay ist selbst bei Einkäufen über 25 Euro meist keine PIN-Eingabe erforderlich
  • Beim Verlust der Geldbörse ist der Inhalt meist verloren. Bei einem Diebstahl des iPhones ist nicht einmal die Sperrung der Kreditkarte erforderlich
  • Der Händler erhält beim Bezahlen mit Apple Pay – im Gegensatz zur physischen Kreditkarte – keine persönliche Daten. Zudem gibt es eine erhöhte Sicherheit durch Touch- bzw. Face-ID
  • Zahlungen über das iPhone sind deutlich hygienischer als Bargeld, das durch viele Hände geht (Stichwort „Keime“)

Vorteile für den Handel:

  • Das kontaktlose Bezahlen verhindert die falsche Herausgabe vom Rückgeld
  • Deutlich schnellere Abwicklung an der Kasse (geringere Wartezeiten für Kunden)
  • Mehr Customer Convenience durch eine größere Auswahl der Zahlungsarten
  • Die Kosten bei Kartenzahlung sind kaum höher als bei Bargeld
  • Weniger Risiko von Falschgeld sowie mehr Sicherheit durch den geringeren Bargeldbestand
  • Niedrigere Handlingskosten, beispielsweise beim Kassenabschluss
  • Kontaktlose Zahlungen sind deutlich hygienischer als Bargeld. Besonders im Lebensmittelbereich (Bäcker, Metzger etc.)

 

Zur vollständigen Umfrage:
Cash bleibt doch King

Weiterführende Links:
1. Überblick über Sicherheit und Datenschutz bei Apple Pay
2. Apple Pay und die PIN-Abfrage
3. Wie sicher ist Apple Pay
4. Apple Pay Akzeptanzstellen

 

Apple Pay und die PIN-Abfrage

Die Kartenanbieter legen für das kontaktlose Bezahlen ein Einkaufslimit fest, bis zu welchem Betrag die PIN-Eingabe am Kassenterminal entfallen kann. Bei Mastercard beträgt dieses Limit aktuell bei 25 Euro. Das Kreditkartenunternehmen Visa hat das Limit im vergangenen Jahr von 25 auf 50 Euro angehoben. Wird das festgelegte Limit überschritten, so ist aus Sicherheitsgründen die Eingabe einer PIN am Kassenterminal oder eine Unterschrift auf dem Bon zu leisten. Einige der Kreditkarten­anbieter bauen zur Sicherheit allerdings eine zusätzliche Abfrage ein. Hier kann spora­disch oder nach einem bestimmten Schema auch bei Beträgen kleiner 25 Euro nach einer PIN oder Unter­schrift verlangt werden.

In einer Pressemitteilung vom 10. Mai 2017 schreibt das Drogerieunternehmen dm hierzu:

Bei Einkaufsbeträgen bis 25 € ist in der Regel keine Autorisierung durch den Kunden mittels PIN oder Unterschrift erforderlich. Bedingt durch Sicherheitsprüfungen der Kundenbanken kann es jedoch sporadisch zu Autorisierungsabfragen kommen.

Einer der Vorteile beim Bezahlen mit Apple Pay ist, dass über das sogenannte CDCVM-Verfahren die PIN-Eingabe auch bei Beträgen größer 25 bzw. 50 Euro entfallen kann. CDCVM steht für Consumer Device Cardholder Verification Method. Bei diesem Verfahren erfolgt die Verifizierung bereits am mobilen Gerät über die Authentifizierung via Touch-ID, Face-ID (iPhone X) oder der PIN-Eingabe beim Anlegen der Apple Watch. Damit die PIN-Eingabe am Kassenterminal entfallen kann, muss das CDCVM-Verfahren am Terminal unterstützt werden.

Anhand der Apple Pay Akzeptanzdatenbank lässt sich gut erkennen, dass der Großteil der heutigen Terminals das CDCVM-Verfahren bereits unterstützen.

  • Bei 1.114 Einkäufen kleiner 25 Euro, war in nur 4 Fällen eine PIN-Eingabe erforderlich
  • Bei 666 Einkäufen größer 25 Euro, wurde in 49 Fällen nach einer PIN verlangt, was 7,36% entspricht

Spannenderweise wurde beim Bezahlen häufiger nach einer Unterschrift als nach einem PIN verlangt. Ob es in all diesen Fällen überhaupt ein Unterschriftsfeld auf dem Bon gegeben hat, wage ich zu bezweifeln. Hier dürfte viel eher die Unsicher- bzw. Unwissenheit der Kassenkraft ausschlaggebend für das Verlangen einer Unterschrift gewesen sein. Wie möchte die Kassenkraft die Unterschrift ohne physische Kreditkarte auch abgleichen?

Fazit: Man kann festhalten, dass eine PIN-Abfrage beim Bezahlen mit Apple Pay die Ausnahme ist. Wird dennoch nach einer PIN verlangt, so könnte das an der fehlenden CDCVM Unterstützung oder der sporadischen Sicherheitsabfrage liegen.

Boon – neue Gebührenstruktur

Heute wurde ich via Twitter darüber informiert, dass Boonpayment eine neue Gebührenstruktur eingeführt hat.

Ab dem 13. Januar 2018 wird das Aufladen für alle Nutzer kostenfrei sein. Egal ob sie – wie bisher – per Banküberweisung oder – nun kostenfrei – mit der Kreditkarte aufladen. Die bisherige Gebühr in Höhe von 1% für das Aufladen per Kreditkarte entfällt somit.

Zum anderen wurden für alle Nutzer die monatlichen Grundgebühren von bislang 99 Cent auf 1,49 Euro angehoben. Für alle diejenigen, die bis zum 01. Februar 2018 ein neues Boon Konto einrichten, entfallen die Grundgebühren für 12 Monate. Bei einer Neuregistrierung ab dem 01. Februar 2018, sind nur noch die ersten 3 Monate kostenfrei. Wer bisher ausschließlich per kostenloser Banküberweisung aufgeladen hat, wird nun pro Jahr etwas mehr bezahlen müssen, als früher. Die Kreditkartenauflader könnten unter Umständen jetzt etwas günstiger davonkommen.

Es ist anzunehmen, dass die geänderte Gebührenstruktur mit der neuen EU Regelung zusammenhängt, die ab dem 13. Januar 2018 in Kraft tritt. Demnach dürfen für die Verbraucher künftig keine gesonderten Kartengebühren mehr anfallen.

Update: Startet man in der Boon-App die Überweisungsform „Kreditkarte“ oder „Automatisches Aufladen mit Kreditkarte“, werden noch vereinzelt Gebühren in Höhe von 1% angezeigt. Wie boonpayment zwischenzeitlich in einer eMail bekanntgegeben hat, wird es Ende Januar 2018 ein Update der App geben, in welcher die Gebührenänderungen korrekt einfließen.

Apple Pay Cash in den USA

Zeitgleich mit der Freigabe von iOS 11.2 Public Beta 2 hielt Apple Pay Cash in den USA Einzug. Dieser Artikel soll Apple Pay Cash etwas näher beleuchten.

Voraussetzungen für die Nutzung von Apple Pay Cash:

  • Ein kompatibles Device mit iOS 11.2 Beta 2 oder neuer
  • 2-Phasen Authentifizierung für die Apple-ID
  • Eine gültige Kredit- oder Debitkarte in der Wallet
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Wohnsitz in den USA

Der Einrichtungsvorgang:

Um Geld senden oder empfangen zu können, muss die virtuelle Apple Pay Cash Karte konfiguriert werden. Als erstes gilt es zu prüfen, dass der Schalter „Apple Pay Cash“ unter „Einstellungen“ / Wallet & Apple Pay“ aktiviert ist. Im Anschluß geht man in die Wallet App und klickt auf die Apple Pay Cash Karte. Im Anschluß lässt sich die Karte einrichten.

Im ersten Schritt wird die Identität der Nutzerin bzw. des Nutzers überprüft. Hierfür wird der Lichtbildausweis benötigt. Dieser muss mit der Vorder- und Rückseite gescannt werden. Im Anschluß erfolgt eine Überprüfung der Ausweisdaten.

Geld senden mit dem iPhone oder dem iPad:

Geld mit Apple Pay Cash zu versenden ist sehr einfach. Hierzu kommt die iMessage App zum Einsatz.

  1. Man geht in die Nachrichten App (iMessage), startet eine neue Nachricht und wählt den gewünschten Empfänger-Kontakt aus. Alternativ ruft man einen bestehenden Nachrichtenverlauf auf.
  2. Nun tippt man auf den Button „Apps“ (links vom Textfenster). Anschließend klickt man auf den Apple Pay Button.
  3. Jetzt lässt sich über die + oder – Taste der zu überweisende Betrag anpassen.
  4. Als nächstes tippt man auf „Bezahlen“. Zusätzlich kann man eine Nachricht an den Empfänger übermitteln.
  5. Als letztes tippt man auf „Senden“. Daraufhin erhält man eine Zusammenfassung der gewünschten Transaktion, die man final über Touch-ID oder die Gesichtserkennung (iPhone X) freigeben muss.

Geld empfangen:

Ebenso kann man einen Freund darum bitten Geld zu senden.

Auch hierfür wechselt man in die Nachrichten App und geht wie oben beschrieben vor (Punkt 1 – 3). Anstatt auf „Bezahlen“ (Schritt 4), klickt man auf den Button „Anfrage“.

Zahlung stornieren:

Solange die Zahlung noch nicht akzeptiert wurde, lässt sich diese stornieren. Hierfür geht man in die Wallet App und klickt in Folge auf die Apple Pay Cash Karte. Nun lässt sich der Transaktionsverlauf einsehen und die Zahlung abbrechen.

Es kann bis zu einem Tag dauern, bis der Betrag wieder auf der Apple Pay Cash Karte zur Verfügung steht.

Die Apple Pay Cash Karte:

Wenn man Geld empfängt, wird der Betrag auf der virtuellen Apple Pay Cash Karte gutgeschrieben. Beim Senden von Geld wird vorhandenes Guthaben auf der Karte genutzt. Ist kein ausreichendes Guthaben auf der Apple Pay Cash Karte vorhanden, wird die in der Wallet hinterlegte Kredit- bzw. Debitkarte belastet.

Guthabenbeträge auf der Apple Pay Cash Karte können auch zum Bezahlen mit Apple Pay eingesetzt werden (z.B. im stationären Handel, Onlineshop etc.). Das maximale Guthaben auf der Apple Pay Cash Karte liegt bei $20.000. Pro Nachricht können bis zu 3.000 USD gesendet werden. Im Zeitraum von 7 Tagen lassen sich maximal 10.000 USD senden bzw. empfangen. Wird man im Handel beim Bezahlvorgang mit Apple Pay Cash zur Eingabe einer PIN aufgefordert, so lautet die PIN-Nummer immer 0000. Die Apple Pay Cash PIN kann nicht geändert werden.

Geld zur Apple Pay Cash Karte hinzufügen oder auf das Bankkonto überweisen:

Um die Apple Pay Cash Karte mit Guthaben „aufzuladen“, geht man in die Wallet App, klickt auf die Apple Pay Cash Karte und anschließend auf die Registerkarte „Info“. Nun tippt man auf „Geld hinzufügen“. Daraufhin gibt man den gewünschten Überweisungsbetrag ein und klickt abschließend auf „Hinzufügen“.

Um vorhandenes Guthaben auf das eigene Girokonto zu transferieren, klickt man in der Wallet App auf die Apple Pay Cash Karte und wechselt auf die Registerkarte „Info“. Im nächsten Schritt klickt man auf „Zur Bank übertragen“. Beim ersten Überweisungsauftrag muss ein Bankkonto hinterlegt werden. Hierfür klickt man auf „Konto hinzufügen“. Jetzt lassen sich die eigenen Bankdaten erfassen. Diese bleiben auch für künftige Umbuchungen gespeichert. Zum Schluss gibt man den gewünschten Überweisungsbetrag ein und bestätigt die Transaktion über Touch-ID oder die Gesichtserkennung.

Bis zur Gutschrift auf dem Bankkonto können 1-3 Werktage vergehen. Der Mindestbetrag für die Überweisung liegt bei 1 US-Dollar.

Ist Apple Pay Cash kostenlos?

Wenn eine Debitkarte zum Übertragen von Geld auf die Apple Pay Cash genutzt wird, ist die Transaktion kostenlos. Bei einer Überweisung über die Kreditkarte, fällt eine Gebühr in Höhe von 3% an.

Quelle: macworld.com

Die folgenden Bilder zeigen einige der Einrichtungsschritte auf:

 

Auf der Internetpräsenz von Apple steht ein Demo-Video bereit, dass einen Einblick zum Ablauf von Apple Pay Cash gibt.

Zum Video

 

Verwandte Artikel:

1. Apple Pay Cash in den USA gestartet
2. Apple Pay Cash: Schon bald in Europa?
3. Apple Pay Cash: Hinweise in iOS 11 Beta

 

Apple Pay Cash in den USA gestartet

Mit der heutigen Freigabe von iOS 11.2 Public Beta 2 hält zugleich Apple Pay Cash in den Vereinigten Staaten Einzug. Über Apple Pay Cash lässt sich via iMessage Geld an Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder senden und ebenso empfangen. Vorhandenes Kartenguthaben lässt sich beispielsweise für Einkäufe in Geschäften nutzen, die bereits das Bezahlen mit Apple Pay unterstützen. Ebenso lässt sich Guthaben auf das eigene Bankkonto überweisen. Beim Einrichtungsvorgang von Apple Pay Cash wird eine virtuelle Karte in der Wallet App eingebunden. Zudem erscheint unter iMessage ein neuer Button mit der Bezeichnung „Apple Pay“.

Zu welchem Zeitpunkt Apple Pay Cash in weiteren Ländern ausgerollt wird, ist derzeit nicht bekannt.

Das Einbinden der virtuellen Karte lässt sich unter iOS 11.2 Beta 2 oder höher auch in Deutschland durchführen, indem man auf dem iPhone die Region temporär auf „Vereinigte Staaten“ umstellt. Daraufhin geht man in die Wallet App, wo die Apple Pay Cash Karte automatisch eingebunden wird. Zudem wird in der Nachrichten App der Button „Apple Pay“ sichtbar. Die virtuelle Karte bleibt im Übrigen auch nach dem Zurückstellen auf die Region Deutschland in der Wallet App erhalten. Aktiv nutzen lässt sich der Dienst hierzulande allerdings (noch) nicht.

Die nachfolgenden Screenshots zeigen einige Einrichtungsschritte:

Verwandte Artikel:

1. Apple Pay Cash: Schon bald in Europa?
2. Apple Pay Cash: Hinweise in iOS 11 Beta

Special: Mobiles Kartenterminal mit Apple Pay Unterstützung

Viele (kleinere) Unternehmen in Deutschland akzeptieren leider noch immer ausschließlich das Bezahlen mit Bargeld. Ob der örtliche Bäcker, Blumenladen oder Friseursalon, es scheint eine gewisse Phobie gegenüber der Kartenzahlung zu geben. Oftmals wird auch nur eine komplizierte Einrichtung, Abwicklung und Abhängigkeit von den Zahlungsserviceanbietern befürchtet. Kunden, die gerne bargeld- bzw. kontaktlos bezahlen möchten, schauen in die Röhre. Unsere Blogleserinnen und Leser, die Apple Pay bereits über den „inoffiziellen Weg“ eingerichtet haben, wissen wie komfortabel und schnell die Bezahlung mit dem iPhone oder der Apple Watch sein kann. Hier wünscht man sich einfach eine größere Akzeptanz, auch bei den kleinen Einzelhändlern. Mobile Bezahlsysteme wie SumUp könnten hier die Lösung sein.

SumUp ist ein Zahlungsdienstleister mit Sitz in London und ermöglicht das Bezahlen mit Giro- und Kreditkarte. Hierbei werden fast alle gängigen Kreditkarten (American Express, MasterCard und VISA) akzeptiert. Mit dem neuen SumUp Air Kartenterminal können auch kontaktlose Zahlungen mit Apple Pay und Android Pay vorgenommen werden.

 

SumUp Kartenterminal - Apple Pay

 

Die Kosten sind sehr transparent gehalten. Es entstehen keine Einrichtungsgebühren und keine monatlichen Fixkosten. Des Weiteren geht man keine Vertragsbindung ein.

Für die Zahlung mit Girocard (Maestro, Visa Elektron und V-Pay) belaufen sich die Gebühren auf 0,95% vom Umsatz. Bei Zahlung mit den o.g. Kreditkarten belaufen sich die Gebühren auf 2,75%. Die einmaligen Anschaffungskosten für das SumUp Air Terminal betragen bis zum 31.08.2017 39 Euro, danach 79 Euro. Die Bestellung bzw. Registrierung funktioniert online und dauert etwa 5 Minuten. Es werden keine Zusatzverträge mit der eigenen Bank benötigt.

 

SumUp Kartenterminal - Kostenübersicht

 

Um das Terminal verwenden zu können, wird neben der Registrierung ein Smartphone oder Tablet (mind. Bluetooth 4.0, iOS 7.0.0 oder Android 4.4) und die SumUp App (kostenlos im App Store) benötigt.

Mobile Bezahlsysteme wie SumUp sind also gerade für kleinere Händler und Unternehmen eine gute Wahl, um eine Bezahlung mit Girocard oder Kreditkarte, und somit auch Apple Pay, anzubieten. Die einfache Handhabe und die überschaubaren Kosten sprechen für einen flexiblen Zahlungsdienstleister.

Apple Cash: Plant Apple mit einem weiteren Finanzdienst?

Apple Cash :: Das Gerücht um einen neuen Finanzservice aus dem Hause Apple macht die Runde.

Wie das renommierte Onlinemagazin für Technologie Nachrichten Recode erfahren haben will, plant Apple in Kooperation mit Visa eine eigene Debitkarte anzubieten. Hierüber soll das Transferieren von Geldbeträgen an Freunde und Bekannte via iMessage oder das Internet möglich sein[1]. Denkbar ist, dass dieser neue Finanzdienst aus dem Hause Apple unter dem Namen Apple Cash eingeführt wird.

Apple CashStartet man für die Domain apple.cash eine Whois Abfrage, wird man feststellen, dass die Domain bereits seit geraumer Zeit auf das Unternehmen aus Cupertino registriert ist.

Aus meiner Sicht wäre ein solches hauseigenes Kartenangebot ein gelungener Schachzug. Das Ganze könnte Apple Pay einerseits zu einem neuen Schub verhelfen, zum anderen wäre man gegenüber den Banken etwas unabhängiger.

Man darf gespannt sein, ob Apple auf der kommenden WWDC (05. – 09. Juni 2017) näheres zu Apple Cash verlauten lässt.

[1] Der Transfer von Geldbeträgen über das Internet ist bereits heute möglich. So beispielsweise über den Bezahldienst PayPal. Der Vorteil liegt in der schnellen und unkomplizierten Überweisung von Geldbeträgen an Freunde und Bekannte. Die Bankverbindung des Empfängers wird nicht benötigt, ebenso kann das Befüllen eines Überweisungsformulars entfallen.

Apple Pay: Kreditkarten im Vergleich

Zur Einführung von Apple Pay in Deutschland gibt es weiterhin kein offizielles Statement. Dennoch kann man wohl davon ausgehen, dass es eher eine Frage des wann als des ob ist. Ebenso wenig weiß man, welche Banken am Start sein werden, wenn Apple Pay hierzulande eingeführt wird. Dennoch werden immer mal wieder Namen im Internet gehandelt. Nachfolgend soll ein Vergleich der Kreditkartenangebote dieser Bankinstitute angestellt werden. Alle weiteren Leistungen und Gebühren, beispielsweise die eines inkludierten Girokontos, finden bei dem Vergleich keine Berücksichtigung.

Folgende Überlegungen waren ausschlaggebend, die sieben nachfolgenden Kartenangebote in den Vergleich mit einzubeziehen: Die Kreditkarten der Finanzinstitute Santander, American Express oder boon. by Wirecard werden schon heute in teilnehmenden Ländern unterstützt. Die DKB wiederum, hat erst jüngst auf der Fachtagung ProfitCard in Berlin eine Grafik präsentiert, auf der eine DKB-Kreditkarte in der Wallet-App des iPhones und der Apple Watch zu erkennen war. N26 findet deshalb Beachtung, da diese Bank in Bezug auf Apple Pay von Anfang an immer wieder als heißer Kandidat gehandelt wird. Last but not least schaffte es die blaue Standardkarte der Deutschen Bank in die Übersicht. Mit einer hauseigene Bezahllösung für das Android Betriebssystem, kam die Deutsche Bank erst vor wenigen Tagen Apple zuvor. Mit der Tokenization ist zudem eine wichtige technische Voraussetzung geschaffen, um Apple Pay zu unterstützen.

DKB-Visa-Card

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Visa
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Ja
  • Belastung/Einzahlungen per: DKB Girokonto/SEPA
  • Pluspunkte:
    • Überweisung und Rücküberweisung kostenfrei
    • Guthabenverzinsung auf Kartenguthaben
  • Minuspunkte:
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 1,75%
    • Last- und Gutschrift der KK nur über DKB Girokonto möglich

Santander Sunny Card

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Mastercard
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Ja
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Belastung/Einzahlungen per: Lastschrift/SEPA
  • Pluspunkte:
    • 5% Erstattung auf Reisebuchungen
  • Minuspunkte:
    • Ratenzahlung (10,90 % effekt. Jahreszins)
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 1,75%

Santander 1plus

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Visa
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Ja
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Belastung/Einzahlungen per: Lastschrift/SEPA
  • Pluspunkte:
    • 1% Tankrabatt weltweit
    • 5% Erstattung auf Reisebuchungen
  • Minuspunkte:
    • Ratenzahlung (13,98 % effekt. Jahreszins)

boon. by Wirecard

  • Kartentyp: Virtuelle Prepaid Karte
  • Kartensystem: Mastercard
  • Jährliche Kartengebühr: 11,88 EUR
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Einzahlungen per: SEPA und Kreditkarte
  • Pluspunkte:
    • Erstes Jahr gebührenfrei
    • Automatische Aufladung möglich
    • Einfache Einrichtung und Verwaltung per App
  • Minuspunkte:
    • Guthaben muss aufgeladen werden
    • Aufladen über Kreditkarte gebührenpflichtig (1%)
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 1,25%
    • Limits beim Aufladen und bei Transaktionen
  • Bemerkung: boon. für iOS steht im dt. Appstore noch nicht zur Verfügung

N26

  • Kartentyp: Debitkarte
  • Kartensystem: Mastercard
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Ja
  • Einzahlungen per: Bar, SEPA und Kreditkarte
  • Pluspunkte:
    • Kein Auslandseinsatzentgelt
    • Einfache Einrichtung und Verwaltung per App
  • Minuspunkte:
    • Bareinzahlung (Cash26) mind. 50 EUR
    • mtl. Bareinzahlungen größer 100 EUR gebührenpflichtig (1,5%)

American Express – Payback Karte

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Amex
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Belastung/Einzahlungen per: Lastschrift/SEPA
  • Minuspunkte:
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 2%

Deutsche Bank Standard (Blau)

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Mastercard
  • Jährliche Kartengebühr: 39 EUR
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Belastung/Einzahlungen per: Lastschrift/SEPA
  • Pluspunkte:
    • Warenschutz bis 550 Euro je Schadensfall, 50 Euro Selbstbehalt
  • Minuspunkte:
    • Vergleichsweise hohe Kartengebühr
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 1,75 %, mind. 1,50 EUR

Hinweis: Es wurde jeweils die Kreditkarte mit der geringsten Jahresgebühr aus dem Kartenangebot der hier aufgeführten Finanzinstitute herausgesucht. Aktuelle Preis- und Leistungsinformationen sowie weitere Kreditkartenangebote findet man auf der Internetpräsenz der entsprechenden Bankinstitute. Alle hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr.