Apple Pay :: Neues im November 2019

In Sachen Apple Pay gab es im November einige Bewegungen. Nachfolgend möchte ich die wichtigsten Neuigkeiten zusammenfassen:

  • Sparkasse – Apple Pay in den Startlöchern
    Lange Zeit sträubte sich Sparkassen-Finanzgruppe vehement, Apple’s mobilen Bezahldienst zu unterstützen. Vielmehr setzte man auf die hauseigene Sparkassen App. Dem Druck der Kunden beugend, entschied man sich im März 2019 kurzerhand, Apple Pay noch in diesem Jahr anzubieten (wir berichteten). Vergangene Woche wurde die App einem Update unterzogen. In der Beschreibung zu diesem Update ist zu lesen, dass die Sparkassen App für Apple Pay bereit ist.

    „Die Sparkassen führen noch im Jahr 2019 Apple Pay für Kreditkarten ein. Mit dem Start dieses Services wird bei allen teilnehmenden Sparkassen ein neuer Menüpunkt „Apple Pay“ aktiviert werden. Sie können ab diesem Termin hierüber Ihre Mastercard- oder Visa-Kreditkarte oder Ihre Sparkassen-Karte Basis (Debitkarte) für Apple Pay hinterlegen und schon sind Sie startklar für die einfache, sichere und vertrauliche Zahlungsweise mit Ihrem iPhone und jedem Apple-Gerät, das Apple Pay unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.sparkasse.de/unsere-loesungen/privatkunden/bezahlverfahren/apple-pay.html

    Hieraus lässt sich schließen, dass der Start nun unmittelbar bevorstehen dürfte. Zur Einführung lassen sich die Kreditkarten der Sparkasse sowie die Debitkarte zur Apple Wallet hinzufügen. Im Laufe des Jahres 2020 soll auch die Sparkassen Girocard unterstützt werden.

  • Apple soll die NFC-Schnittstelle für Drittanbieter öffnen
    In Zusammenhang mit einem Gesetzesentwurf zur Umsetzung zur EU-Geldwäscherichtlinie, brachte der Finanzausschuss des deutschen Bundestags Mitte November ein Gesetz auf den Weg, der Apple zur Öffnung der NFC-Schnittstelle zwingen soll. Hierdurch soll es künftig anderen mobilen Bezahldiensten möglich sein, die NFC-Schnittstelle für das kontaktlose Bezahlen zu nutzen. Die Sparkassen-Finanzgruppe fordert bereits seit längerem, die NFC-Schnittstelle für Dritte zu öffnen. Apple selbst läuft verständlicherweise Sturm gegen diese neue Richtlinie. Immerhin findet der Zugriff über einen gesonderten Chip statt, in dem Apple weitere Daten wie Passwörter absichert. Apple befürchtet, dass mit der Öffnung der NFC-Schnittstelle die Sicherheit von Finanzdaten gefährdet werden könnte.

    „Wir befürchten, dass der Gesetzentwurf die Nutzerfreundlichkeit bei Zahlungen verschlechtern und den Datenschutz und die Sicherheit von Finanzdaten gefährden könnte.“

    Am vergangenen Freitag stimmte der Bundesrat dem Entwurf zur Öffnung der NFC-Schnittstelle zu. Wie denkt Ihr über das neue Gesetz? Fluch oder Segen? Auf der rechten Seitenleiste könnt Ihr hierzu an einer aktuellen Umfrage teilnehmen oder unter diesem Beitrag ein Kommentar hinterlassen.

  • Auch die Commerzbank ist demnächst an Board
    Wie die Commerzbank im November auf seiner Internetpräsenz verlauten ließ, will die Großbank seinen Kunden in Zukunft Apple Pay anbieten. Ein genauer Starttermin wurde nicht genannt.

    „Wir möchten dem Kundenwunsch nach einer weiteren Möglichkeit mobil zu bezahlen nachkommen. Die Verträge mit Apple sind unterzeichnet. Den genauen Starttermin werden wir Ihnen hier in Kürze mitteilen.“

  • Apple Pay startet in Weißrussland
    Am 19. November ging Apple Pay in einem weiteren osteuropäischen Staat, genauer gesagt der Republik Belarus, an den Start. Zu Beginn ist ausschließlich die Sberbank mit den Debitkarten von Mastercard und Visa dabei. Apple Pay steht nun weltweit in 58 Staaten (inkl. der Stadtstaaten Monaco und Vatikanstadt) zur Verfügung.
  • Apple Pay Akzeptanzdatenbank – 5.000er Marke geknackt
    Es freut mich an dieser Stelle berichten zu dürfen, dass ich am 24. November den 5.000sten Eintrag in der Apple Pay Akzeptanzdatenbank erfasst habe. Bei diesem Eintrag handelt es sich um den Kaufhof in der Domstadt Speyer (Rheinland-Pfalz). Die Meldung stammt von unserem Bloguser @HappyGeoCacher. Vielen Dank für euere tolle Unterstützung, die uneingeschränkt anhält.

Apple Pay Deutschland: Zwei weitere Banken mit an Board

Apple Pay Deutschland - Consors FinanzBereits zum Start von Apple Pay in Deutschland, kündigte Apple für dieses Jahr die Teilnahme weiterer Anbieter an. Mit dem heutigen Tag ist nun auch die Consors Finanz sowie VIABUY mit an Board.

Beide Anbieter geben eine Mastercard heraus. Im Gegensatz zur Consors Finanz, handelt es sich bei VIABUY um eine Prepaid Mastercard, die zuvor mit Guthaben aufgeladen werden muss.

VIABUY ist ein eingetragenes Markenzeichen der PPRO Financial Ltd. mit Sitz in London. Wer beim Standort London aufhorchen sollte, den kann man vermutlich beruhigen. Laut eigener Aussage ist VIABUY auf den Brexit vorbereitet:

Bis auf Weiteres können auch neue VIABUY Kundenkonten in Großbritannien eröffnet werden. Obwohl sich dies in Zukunft aus regulatorischen Gründen ändern könnte, werden wir wie gewohnt und ohne Einschränkungen E-Geld Konten mit Prepaid Kreditkarte im EU-Ausland anbieten.

Die Prepaid Mastercard von VIABUY kann ohne Schufa-Check oder Post-Ident Verfahren bestellt werden. Ebenso ist kein Gehaltsnachweis erforderlich.

Consors Finanz ist eine Marke der internationalen BNP Paribas Gruppe. Sie gehört zu den führenden Consumer-Finance-Anbietern in Deutschland.

Mit Freigabe der neuen Partner, wird Apple Pay nun von 15 Banken/Finanzdienstleister in Deutschland unterstützt. Weitere Partner sind bereits im Gespräch.

Die Karten-Gebühren aller teilnehmenden Finanzdienstleister lassen sich auf der Apple Pay – Kartenübersicht (ein Dienst von Apfel.cash) einsehen.

Weiterführende Links:

Banken machen Rolle rückwärts

Neben der Sparkassen-Finanzgruppe bekundet nun auch der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) Interesse daran, deren Kunden noch in diesem Jahr Apple Pay anzubieten. Das kündigte Vorstandsmitglied Andreas Martin in einer Pressekonferenz an.

Erst wenige Tage zuvor gab der Sparkassenpräsident Helmut Schleweis bekannt, mit Apple in Verhandlungen zu stehen. So soll auch bei den Sparkassen möglichst noch in diesem Jahr Apple Pay an den Start gehen. Offensichtlich wurde der Druck seitens der Sparkassen-Kunden zu groß. Noch Ende 2018 hat der deutsche Sparkassenverband auf die Öffnung des NFC-Chips bestanden, um den Sparkassen-Kunden das mobile Bezahlen mit dem iPhone über dessen hauseigenen Lösung zu ermöglichen.

In den sozialen Netzwerken zog man darauf hin einen Vergleich zum Sparkassen-Werbespot aus dem Jahr 2012. Hier nahm die Sparkasse die fehlende Fortschrittlichkeit der Konkurrenz auf den Arm.

 

Im Gegensatz zu den Finanzinstituten die bereits mit Apple Pay am Start sind, scheint die Sparkasse besonderen Wert darauf zu legen, dass dessen Girocard für das Bezahlen mit Apple Pay in die Wallet eingebunden werden kann. Das mag vor allen Dingen für die Kunden interessant erscheinen, die über keine Kreditkarte verfügen. Laut der Sparkasse sind das immerhin 2/Drittel der Kunden. Andererseits kann die Girocard nur für das Bezahlen innerhalb Deutschlands eingesetzt werden. Wie ich vermute, dürfte diese Einschränkung wiederum Apple nicht gefallen. Man darf gespannt sein, wie es diesbezüglich weitergeht. Zur Thematik Girocard in Verbindung mit Apple Pay habe ich auf der rechten Seitenleiste eine kleine Umfrage gestartet.

Doch auch bei der Sparda Bank West scheint es in Bezug auf Apple Pay voranzugehen. Auf die Anfrage eines Blogbesucher’s teilte man diesem per Mail mit, dass man Ende April soweit sein möchte.

Zudem wurden jüngst Gerüchte laut, dass der Finanzdienstleister MLP Banking mit Sitz in Walldorf bei Heidelberg, Interesse an der Unterstützung von Apple Pay zeigen soll.

Weiterführende Links:

Apple Pay in Deutschland – viele Profiteure

Nachdem Apple Pay am 11. Dezember in Deutschland gestartet ist, zieht die Süddeutsche Zeitung ein erstes Resümee. Demnach war der Start von Apple Pay hierzulande ein voller Erfolg. Doch von der großen Nachfrage hat nicht nur Apple profitiert. Auch die Banken und Kreditkartenunternehmen sind Nutznießer von Apple’s mobilen Bezahldienst. Die Nutzerinnen und Nutzer werden ohnehin das kontaktlose Bezahlen mit der Apple Watch oder dem iPhone in kürzester Zeit zu schätzen wissen.

Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel berichtet, dürfen die teilnehmenden Banken keine exakten Zahlen nennen. Das wird den Banken im Kooperationsvertrag mit Apple untersagt. Dennoch lässt sich über die bekannt gegebenen Zahlen ableiten, dass Apple Pay in Deutschland äußerst erfolgreich gestartet ist.

Laut der SZ zählte die Direktbank comdirect bereits am ersten Tag, Registrierungen im fünfstelligen Bereich. Mittlerweile steuern die registrierten Geräte auf einen sechsstelligen Bereich zu. Auch die Direktbank N26 mit Sitz in Berlin, durfte sich über einen deutlichen Anstieg von Neukunden freuen. Bei Wirecard (Herausgeber der Bezahl-App boon.) ist die Nutzerzahl in den ersten Stunden um 20% gestiegen. Bei der Deutschen Bank ist der Kreditkartenbestand seit dem Start um 7% angewachsen, so die Süddeutsche Zeitung.

Doch die überregionale Tageszeitung mit Sitz in München liefert noch weitere interessante Daten. So sind laut Wirecard etwa 90 Prozent der Kunden männlich. Apple Pay wird am häufigsten zum Bezahlen im Supermarkt, in Fast-Food Restaurants sowie an Tankstellen eingesetzt. Wie die SZ weiter berichtet, lag bei comdirect der durchschnittliche Monatsbetrag eines Apple Pay Nutzers im Dezember bei 225 Euro. Mit einer normalen Visa Karte waren es bisher nur 96 Euro. Demnach kaufen Kunden mit Apple Pay mehr ein. Bei Boon ist der Warenkorbwert seit der Einführung um 12,5% angestiegen.
 

Verwandte Artikel:
Apple Pay – kleine Beträge ganz groß

Quellennachweis:
Burger und Benzin mit der Uhr bezahlen | sueddeutsche.de | Aufruf: 15. Jan. 2019

Apple Pay – Karten im Vergleich

Mit Hilfe unserer Blogbesucher/innen konnte eine Übersicht erstellt werden, die einen Überblick der mit Apple Pay verwendbaren Kredit-, Debit- und Prepaid Karten auflistet.

Die Kartenübersicht wird übergangsweise in Google Tabellen veröffentlicht. Sobald ich eine akzeptable Lösung gefunden habe, soll die Übersicht unmittelbar im Blog integriert werden.

Nachdem in kürzester Zeit die meisten zur Verfügung stehenden Karten zusammengekommen sind, habe ich die Tabelle nun für die weitere Bearbeitung wieder geschlossen. Soweit Ihr Ergänzungen, Korrekturen oder weitere Karten melden möchtet, könnt ihr hierfür gerne das Kontaktformular verwenden.

Nachfolgend gelangt ihr zur Karten-Übersicht:

Apple Pay – Karten-Übersicht

Apple Pay Kartenübersicht

Mein Dank geht an alle, die sich am Aufbau der Tabelle beteiligt haben sowie an unseren Blogbesucher @gohfi, für dessen Anregung die Aufstellung über Google Tabellen umzusetzen.

Umfrageergebnis: Welches Finanzinstitut wird es?

Apple Pay steht in Deutschland unmittelbar vor der Einführung. Bisher haben 12 Finanzinstitute ihre Unterstützung bestätigt. Für alle Interessenten an Apple’s Bezahldienst ist es demnach an der Zeit, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, für welche der teilnehmenden „Banken“ man sich entscheidet.

Apfel.cash hat hierzu kürzlich eine Umfrage gestartet.

Nach 277 abgegebener Stimmen möchte ich heute das Umfrageergebnis präsentieren.

Gefragt wurde:

Apple Pay kommt nach Deutschland. Welches Finanzinstitut wird es?

Die Umfrage brachte folgendes Ergebnis:

  • 23,47% N26
  • 18,06% boon. by Wirecard
  • 14,80% comdirect
  • 10,83% American Express
  • 10,11% bunq
  • 4,69% Ich werde warten bis meine favorisierte Bank dabei ist
  • 4,69% Deutsche Bank
  • 4,33% Ich werde wechseln, habe mich aber noch für keine der Banken entschieden
  • 3,61% VIMpay
  • 2,89% Hanseatic Bank
  • 1,08% Fidor Bank
  • 1,08% O2 Banking
  • 0,36% HypoVereinsbank
  • 0,00% Edenred

Zugegebenermaßen ist eine Umfrage mit 277 abgegebenen Stimmen nicht repräsentativ, doch zumindest sollte ein gewisser Trend erkennbar sein.

Hanseatic Bank: Kreditkarte ohne neues Girokonto

Apple Pay HanseaticbankApple Pay steht kurz vor dem Rollout. Die zum Start teilnehmenden Banken sind mittlerweile bekannt, siehe „Teilnehmende Banken“. Unterstützt die eigene Hausbank Apple Pay allerdings nicht, so wird sich der/die eine oder andere die Frage stellen, wie man Apple’s Bezahldienst dennoch nutzen kann.

Die boon.-Card von Wirecard könnte hier eine gute Lösung sein. Doch auch wenn sich viel positives über boon. berichten lässt, so gibt es bei diesem Zahlungsdienstleister zwei wesentliche Nachteile. Zum einen fallen nach drei Freimonaten Gebühren in Höhe von monatlich 1,49€ an. Zum anderen handelt es sich bei der boon.-Card um eine Prepaid-Karte, auf der stets ausreichend Guthaben vorhanden sein muss um den Einkauf darüber begleichen zu können. Unterschreitet das Kartenguthaben den Einkaufswert, so muss die Karte zuvor „aufgeladen“ werden.

Hier könnte die Visa Karte der Hanseatic Bank eine gute Alternative bieten. Bei der GenialCard handelt es sich um eine „echte“ Kreditkarte, die ohne neues/weiteres Girokonto beantragt werden kann. Die GenialCard ist dauerhaft gebührenfrei. Zudem erhält man als Neukunde 30€ Startguthaben. Der Gesamtbetrag aller getätigten Einkäufe werden monatlich vom Girokonto der Hausbank abgebucht.

Selbstverständlich hat auch die Hanseatic Bank nichts zu verschenken. So können einem Nachteile entstehen, die sich allerdings vermeiden lassen.

Nachteile:

  • Für Bargeldabhebungen (Inland wie Ausland) fallen 3% Gebühren an (mindestens jedoch 5,95 EUR)
  • Beim Einsatz der Kreditkarte außerhalb des Euro-Raums (Fremdwährungsland), werden Gebühren in Höhe von 1,75% fällig
  • Die getätigten Kartenumsätze lassen sich auch in Teilbeträgen begleichen. Hierbei fallen jedoch Sollzinsen von 12,82% an (effektiver Jahreszins 13,60%)

Vorteile:

  • Dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • 30 Euro Startguthaben für Neukunden
  • Anfänglicher Verfügungsrahmen bis zu 2.500 Euro
  • Cashback-Shop
  • Einfache Abrechnung über bestehendes Girokonto

Wer auf Bargeldabhebungen verzichten kann und die Option der monatlichen Teilzahlung abschaltet, findet in der GenialCard der Hanseatic Bank  sicher gute Lösung um Apple Pay ohne Bankenwechsel nutzen zu können.

Die Kreditkarte kann online beantragt werden. Im Anschluss daran muss noch eine Legitimationsprüfung über das Postident oder Videoident Verfahren erfolgen.

Der Bank Blog :: Beitrag zur Einführung von Apple Pay

In einem heute veröffentlichen Beitrag gibt Herr Dr. Hansjörg Leichsenring seine Einschätzung zum Start von Apple Pay in Deutschland ab. Die Einführung von Apple Pay noch in diesem Jahr schätzt der Autor in seinem Beitrag als eher gering ein (Wahrscheinlichkeit 20%). Deutlicher wahrscheinlicher erscheint Herrn Dr. Leichsenring die Einführung von Apple Pay im ersten Halbjahr 2018 (Wahrscheinlichkeit 90%). Seine Einschätzungen basieren auf Gesprächen mit Bankeninsidern sowie mit weiteren relevanten Marktteilnehmern. Im Blogbeitrag wird auch Bezug auf die Ursachen genommen, die eine schnellere Expansion von Apple Pay bislang verhinderten.

Der vollständige Beitrag ist H I E R zu finden.