Apple Pay-Start :: Vermutlich nur noch eine Frage von Tagen

Apple Pay Deutschland CountdownIn den vergangenen Tagen wurde reichlich über den Starttermin von Apple Pay in Deutschland spekuliert. Zwei aktuelle Hinweise geben nun Anlass zur Hoffnung, dass es tatsächlich bald losgehen könnte. So gab es erst vor wenigen Tagen den Hinweis, dass beim Einlesen einer Visa Karte der comdirect Bank, dessen Nutzungsbedingungen für Apple Pay angezeigt werden (wir berichteten). Heute wurde nun auf Twitter ein Flyer der Deutschen Bank gezeigt, auf dem für Apple Pay geworben wird. Der Tweet wurde zwar mittlerweile wieder gelöscht, doch bei MacRumors findet man einen Forumsbeitrag, in dem ein Screenshot des besagten Flyers zu sehen ist.

Demnach scheinen zumindest einige der teilnehmenden Banken für den Startschuss gerüstet zu sein.

Welche Finanzinstitute bereits ihre Teilnahme bestätigt haben, lässt sich H I E R einsehen.

Apple Pay Bankenübersicht in neuer Rubrik

In den vergangenen Tagen konntet ihr an dieser Stelle eine Übersicht von Finanzinstituten finden, die sich bereits zu einer Apple Pay Teilnahme geäußert haben. Für die besagte Übersicht wurde nun eine eigene Rubrik eingerichtet. Ihr findet die Liste ab sofort unter dem Menüpunkt Bankenliste.

Hinweis: Ich möchte in der Liste ganz bewusst nur die Finanzhäuser aufführen, von denen es bereits eine offizielle Äußerung gibt. Im Falle von Amex wird beispielsweise in vielen Online-Medien von einer Zusage berichtet. Auf Facebook äußert sich der Kartenherausgeber jedoch deutlich zurückhaltender.

Apple Pay Cash in den USA

Zeitgleich mit der Freigabe von iOS 11.2 Public Beta 2 hielt Apple Pay Cash in den USA Einzug. Dieser Artikel soll Apple Pay Cash etwas näher beleuchten.

Voraussetzungen für die Nutzung von Apple Pay Cash:

  • Ein kompatibles Device mit iOS 11.2 Beta 2 oder neuer
  • 2-Phasen Authentifizierung für die Apple-ID
  • Eine gültige Kredit- oder Debitkarte in der Wallet
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Wohnsitz in den USA

Der Einrichtungsvorgang:

Um Geld senden oder empfangen zu können, muss die virtuelle Apple Pay Cash Karte konfiguriert werden. Als erstes gilt es zu prüfen, dass der Schalter „Apple Pay Cash“ unter „Einstellungen“ / Wallet & Apple Pay“ aktiviert ist. Im Anschluß geht man in die Wallet App und klickt auf die Apple Pay Cash Karte. Im Anschluß lässt sich die Karte einrichten.

Im ersten Schritt wird die Identität der Nutzerin bzw. des Nutzers überprüft. Hierfür wird der Lichtbildausweis benötigt. Dieser muss mit der Vorder- und Rückseite gescannt werden. Im Anschluß erfolgt eine Überprüfung der Ausweisdaten.

Geld senden mit dem iPhone oder dem iPad:

Geld mit Apple Pay Cash zu versenden ist sehr einfach. Hierzu kommt die iMessage App zum Einsatz.

  1. Man geht in die Nachrichten App (iMessage), startet eine neue Nachricht und wählt den gewünschten Empfänger-Kontakt aus. Alternativ ruft man einen bestehenden Nachrichtenverlauf auf.
  2. Nun tippt man auf den Button „Apps“ (links vom Textfenster). Anschließend klickt man auf den Apple Pay Button.
  3. Jetzt lässt sich über die + oder – Taste der zu überweisende Betrag anpassen.
  4. Als nächstes tippt man auf „Bezahlen“. Zusätzlich kann man eine Nachricht an den Empfänger übermitteln.
  5. Als letztes tippt man auf „Senden“. Daraufhin erhält man eine Zusammenfassung der gewünschten Transaktion, die man final über Touch-ID oder die Gesichtserkennung (iPhone X) freigeben muss.

Geld empfangen:

Ebenso kann man einen Freund darum bitten Geld zu senden.

Auch hierfür wechselt man in die Nachrichten App und geht wie oben beschrieben vor (Punkt 1 – 3). Anstatt auf „Bezahlen“ (Schritt 4), klickt man auf den Button „Anfrage“.

Zahlung stornieren:

Solange die Zahlung noch nicht akzeptiert wurde, lässt sich diese stornieren. Hierfür geht man in die Wallet App und klickt in Folge auf die Apple Pay Cash Karte. Nun lässt sich der Transaktionsverlauf einsehen und die Zahlung abbrechen.

Es kann bis zu einem Tag dauern, bis der Betrag wieder auf der Apple Pay Cash Karte zur Verfügung steht.

Die Apple Pay Cash Karte:

Wenn man Geld empfängt, wird der Betrag auf der virtuellen Apple Pay Cash Karte gutgeschrieben. Beim Senden von Geld wird vorhandenes Guthaben auf der Karte genutzt. Ist kein ausreichendes Guthaben auf der Apple Pay Cash Karte vorhanden, wird die in der Wallet hinterlegte Kredit- bzw. Debitkarte belastet.

Guthabenbeträge auf der Apple Pay Cash Karte können auch zum Bezahlen mit Apple Pay eingesetzt werden (z.B. im stationären Handel, Onlineshop etc.). Das maximale Guthaben auf der Apple Pay Cash Karte liegt bei $20.000. Pro Nachricht können bis zu 3.000 USD gesendet werden. Im Zeitraum von 7 Tagen lassen sich maximal 10.000 USD senden bzw. empfangen. Wird man im Handel beim Bezahlvorgang mit Apple Pay Cash zur Eingabe einer PIN aufgefordert, so lautet die PIN-Nummer immer 0000. Die Apple Pay Cash PIN kann nicht geändert werden.

Geld zur Apple Pay Cash Karte hinzufügen oder auf das Bankkonto überweisen:

Um die Apple Pay Cash Karte mit Guthaben „aufzuladen“, geht man in die Wallet App, klickt auf die Apple Pay Cash Karte und anschließend auf die Registerkarte „Info“. Nun tippt man auf „Geld hinzufügen“. Daraufhin gibt man den gewünschten Überweisungsbetrag ein und klickt abschließend auf „Hinzufügen“.

Um vorhandenes Guthaben auf das eigene Girokonto zu transferieren, klickt man in der Wallet App auf die Apple Pay Cash Karte und wechselt auf die Registerkarte „Info“. Im nächsten Schritt klickt man auf „Zur Bank übertragen“. Beim ersten Überweisungsauftrag muss ein Bankkonto hinterlegt werden. Hierfür klickt man auf „Konto hinzufügen“. Jetzt lassen sich die eigenen Bankdaten erfassen. Diese bleiben auch für künftige Umbuchungen gespeichert. Zum Schluss gibt man den gewünschten Überweisungsbetrag ein und bestätigt die Transaktion über Touch-ID oder die Gesichtserkennung.

Bis zur Gutschrift auf dem Bankkonto können 1-3 Werktage vergehen. Der Mindestbetrag für die Überweisung liegt bei 1 US-Dollar.

Ist Apple Pay Cash kostenlos?

Wenn eine Debitkarte zum Übertragen von Geld auf die Apple Pay Cash genutzt wird, ist die Transaktion kostenlos. Bei einer Überweisung über die Kreditkarte, fällt eine Gebühr in Höhe von 3% an.

Quelle: macworld.com

Die folgenden Bilder zeigen einige der Einrichtungsschritte auf:

 

Auf der Internetpräsenz von Apple steht ein Demo-Video bereit, dass einen Einblick zum Ablauf von Apple Pay Cash gibt.

Zum Video

 

Verwandte Artikel:

1. Apple Pay Cash in den USA gestartet
2. Apple Pay Cash: Schon bald in Europa?
3. Apple Pay Cash: Hinweise in iOS 11 Beta

 

Wirecard informiert über neue Funktionen

Die Benutzerinnen und Benutzer der boon.-App, sollten in den vergangenen Tagen zwei Mails von der Wirecard AG erhalten haben. Inhaltlich waren die Mails in französischer Sprache gehalten, so dass es vereinzelt zu Fragen kam.

In der ersten Mail kündigte die Wirecard neue Funktionen an, welche bald zur Verfügung stehen werden. Genauer gesagt handelt es sich um zwei Erweiterungen.

1.) Virtuelle Karte:
Künftig wird man die virtuelle Karte auch zum Bezahlen in Onlineshops verwenden können. Für iOS Geräte wird diese Erweiterung neben Frankreich auch in den Ländern Großbritannien, Spanien, Italien, Schweiz und Irland zur Verfügung stehen.

2.) Boon Money Transfers:
Als weitere Mehrwertleistung wird es zukünftig eine Peer-2-Peer Überweisung geben. Hierbei handelt es sich um einen Dienst, ähnlich wie er in Kürze von Apple unter dem Namen Apple Pay Cash angeboten wird.

Ebenso wird in der Mail auf die neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien hingewiesen, die H I E R nachzulesen sind.

In der zweiten Mail entschuldigte sich die Wirecard AG lediglich dafür, dass Frankreich in der ersten Mail nicht aufgeführt war. Man korrigierte das Missverständnis, indem klargestellt wurde, dass die virtuelle Karte auch den französischen Kunden zur Verfügung stehen wird.

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Wirecard erweitert boon

Apple Cash: Plant Apple mit einem weiteren Finanzdienst?

Apple Cash :: Das Gerücht um einen neuen Finanzservice aus dem Hause Apple macht die Runde.

Wie das renommierte Onlinemagazin für Technologie Nachrichten Recode erfahren haben will, plant Apple in Kooperation mit Visa eine eigene Debitkarte anzubieten. Hierüber soll das Transferieren von Geldbeträgen an Freunde und Bekannte via iMessage oder das Internet möglich sein[1]. Denkbar ist, dass dieser neue Finanzdienst aus dem Hause Apple unter dem Namen Apple Cash eingeführt wird.

Apple CashStartet man für die Domain apple.cash eine Whois Abfrage, wird man feststellen, dass die Domain bereits seit geraumer Zeit auf das Unternehmen aus Cupertino registriert ist.

Aus meiner Sicht wäre ein solches hauseigenes Kartenangebot ein gelungener Schachzug. Das Ganze könnte Apple Pay einerseits zu einem neuen Schub verhelfen, zum anderen wäre man gegenüber den Banken etwas unabhängiger.

Man darf gespannt sein, ob Apple auf der kommenden WWDC (05. – 09. Juni 2017) näheres zu Apple Cash verlauten lässt.

[1] Der Transfer von Geldbeträgen über das Internet ist bereits heute möglich. So beispielsweise über den Bezahldienst PayPal. Der Vorteil liegt in der schnellen und unkomplizierten Überweisung von Geldbeträgen an Freunde und Bekannte. Die Bankverbindung des Empfängers wird nicht benötigt, ebenso kann das Befüllen eines Überweisungsformulars entfallen.

Apple Pay: Kreditkarten im Vergleich

Zur Einführung von Apple Pay in Deutschland gibt es weiterhin kein offizielles Statement. Dennoch kann man wohl davon ausgehen, dass es eher eine Frage des wann als des ob ist. Ebenso wenig weiß man, welche Banken am Start sein werden, wenn Apple Pay hierzulande eingeführt wird. Dennoch werden immer mal wieder Namen im Internet gehandelt. Nachfolgend soll ein Vergleich der Kreditkartenangebote dieser Bankinstitute angestellt werden. Alle weiteren Leistungen und Gebühren, beispielsweise die eines inkludierten Girokontos, finden bei dem Vergleich keine Berücksichtigung.

Folgende Überlegungen waren ausschlaggebend, die sieben nachfolgenden Kartenangebote in den Vergleich mit einzubeziehen: Die Kreditkarten der Finanzinstitute Santander, American Express oder boon. by Wirecard werden schon heute in teilnehmenden Ländern unterstützt. Die DKB wiederum, hat erst jüngst auf der Fachtagung ProfitCard in Berlin eine Grafik präsentiert, auf der eine DKB-Kreditkarte in der Wallet-App des iPhones und der Apple Watch zu erkennen war. N26 findet deshalb Beachtung, da diese Bank in Bezug auf Apple Pay von Anfang an immer wieder als heißer Kandidat gehandelt wird. Last but not least schaffte es die blaue Standardkarte der Deutschen Bank in die Übersicht. Mit einer hauseigene Bezahllösung für das Android Betriebssystem, kam die Deutsche Bank erst vor wenigen Tagen Apple zuvor. Mit der Tokenization ist zudem eine wichtige technische Voraussetzung geschaffen, um Apple Pay zu unterstützen.

DKB-Visa-Card

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Visa
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Ja
  • Belastung/Einzahlungen per: DKB Girokonto/SEPA
  • Pluspunkte:
    • Überweisung und Rücküberweisung kostenfrei
    • Guthabenverzinsung auf Kartenguthaben
  • Minuspunkte:
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 1,75%
    • Last- und Gutschrift der KK nur über DKB Girokonto möglich

Santander Sunny Card

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Mastercard
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Ja
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Belastung/Einzahlungen per: Lastschrift/SEPA
  • Pluspunkte:
    • 5% Erstattung auf Reisebuchungen
  • Minuspunkte:
    • Ratenzahlung (10,90 % effekt. Jahreszins)
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 1,75%

Santander 1plus

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Visa
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Ja
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Belastung/Einzahlungen per: Lastschrift/SEPA
  • Pluspunkte:
    • 1% Tankrabatt weltweit
    • 5% Erstattung auf Reisebuchungen
  • Minuspunkte:
    • Ratenzahlung (13,98 % effekt. Jahreszins)

boon. by Wirecard

  • Kartentyp: Virtuelle Prepaid Karte
  • Kartensystem: Mastercard
  • Jährliche Kartengebühr: 11,88 EUR
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Einzahlungen per: SEPA und Kreditkarte
  • Pluspunkte:
    • Erstes Jahr gebührenfrei
    • Automatische Aufladung möglich
    • Einfache Einrichtung und Verwaltung per App
  • Minuspunkte:
    • Guthaben muss aufgeladen werden
    • Aufladen über Kreditkarte gebührenpflichtig (1%)
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 1,25%
    • Limits beim Aufladen und bei Transaktionen
  • Bemerkung: boon. für iOS steht im dt. Appstore noch nicht zur Verfügung

N26

  • Kartentyp: Debitkarte
  • Kartensystem: Mastercard
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Ja
  • Einzahlungen per: Bar, SEPA und Kreditkarte
  • Pluspunkte:
    • Kein Auslandseinsatzentgelt
    • Einfache Einrichtung und Verwaltung per App
  • Minuspunkte:
    • Bareinzahlung (Cash26) mind. 50 EUR
    • mtl. Bareinzahlungen größer 100 EUR gebührenpflichtig (1,5%)

American Express – Payback Karte

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Amex
  • Jährliche Kartengebühr: Kostenlos
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Belastung/Einzahlungen per: Lastschrift/SEPA
  • Minuspunkte:
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 2%

Deutsche Bank Standard (Blau)

  • Kartentyp: Klassische Kreditkarte
  • Kartensystem: Mastercard
  • Jährliche Kartengebühr: 39 EUR
  • Ratenzahlung: Nein
  • Girokonto inklusive: Nein
  • Belastung/Einzahlungen per: Lastschrift/SEPA
  • Pluspunkte:
    • Warenschutz bis 550 Euro je Schadensfall, 50 Euro Selbstbehalt
  • Minuspunkte:
    • Vergleichsweise hohe Kartengebühr
    • Auslandseinsatzentgelt (Fremdwährung) 1,75 %, mind. 1,50 EUR

Hinweis: Es wurde jeweils die Kreditkarte mit der geringsten Jahresgebühr aus dem Kartenangebot der hier aufgeführten Finanzinstitute herausgesucht. Aktuelle Preis- und Leistungsinformationen sowie weitere Kreditkartenangebote findet man auf der Internetpräsenz der entsprechenden Bankinstitute. Alle hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr.