Mit Apple Pay bezahlt – Rückgabe eines Artikel

Apple Pay hat bekanntermaßen im Dezember 2018 Einzug in Deutschland gehalten. Bereits jetzt feiert Apple wie auch die teilnehmenden Banken den großen Erfolg von Apple’s mobilen Bezahldienst.

Mit der steigenden Anzahl von Nutzer/innen wird sich der eine oder andere Verbraucher vermutlich die Frage stellen, wie es eigentlich vonstatten geht, wenn man einen Artikel zurückgegeben möchte, der mit Apple Pay bezahlt wurde.

Im Grunde funktioniert der Vorgang einer Rückgabe gleichermaßen wie bei einem Kauf. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass der Händler den Kaufbetrag normalerweise auf die zum Einsatz gekommene Kreditkarte zurückbuchen wird. Eine Auszahlung von Bargeld erfolgt in der Regel nicht. Letztendlich wäre das auch zum Schaden des Verkäufers, da dieser ja Gebühren beim Einsatz einer Kreditkarte abführen muss, die er bei einer Bargeldauszahlung nicht zurückerstattet bekommt.

Verlangt der Händler bei der Rückerstattung des Kaufpreises nach der Kreditkarte, so muss die zum Einsatz gekommene Karte ausgewählt und in gewohnter auf dem iPhone bzw. der Apple Watch aufgerufen werden. Anschließend hält man das iPhone bzw. die Apple Watch an das Kassenterminal. Das sollte es auch schon gewesen sein. Das Zurückbuchen des Kaufbetrages über die physische Karte funktioniert im Übrigen nicht! Beim Bezahlen mit Apple Pay wird nämlich anstelle der Kreditkartennummer die Geräteaccountnummer übermittelt. Insofern muss die Rückbuchung auf dem Device erfolgen, über das der Einkauf getätigt wurde (iPhone bzw. Apple Watch).

Im Apfel-Cash-Forum wurde kürzlich die Frage aufgeworfen, wie es sich denn rechtlich verhält, wenn kein Kassenbon mehr vorliegt. Hier sollte die Buchung in der Apple Wallet oder der hauseigenen Bank-App als Kaufnachweis ausreichend sein.

Der Nachbarblog Bezahlen.net hat zum Umtausch/Rückgabe von Artikeln ohne Kassenbeleg einen interessanten Bericht verfasst, auf den ich hier gerne verlinken möchte.

Weiterführende Links:


Claus

Überzeugter Badener mit einer gewissen Neigung zum schwarzen Humor. Neben dem Blog interessiere ich mich für Apple Produkte, Social Media, Musik und Politik. Kaffee-Spende mit Apple Pay an den Autor.

15 Gedanken zu „Mit Apple Pay bezahlt – Rückgabe eines Artikel

  1. Wieso sollte der Händler bei einer Rückerstattung eine Kreditkartenzahlung die Gebühren zurückbekommen? Die Kosten für das bargeldhandling kriegt er doch ach nicht zurück.

    Und vielleicht liegt es daran, dass ich mich seltenst verkaufe, aber bei den wenigen Rückgaben die die hatte – allerdings Aldi und Lidl – habe ich immer Bargeld zurückbekommen, obwohl ich seit Jahren nur per Karte bezahle.

      1. @Gohfi Apple Pay ist letztlich auch nur die Karte, tokenisert und damit von der Seite nicht zum Konto Verfolger. Was wohl das eigentliche Problem ist. (Aber auch Sinn der Sache.)

        1. 1. Es ist kein Problem und 2. Bei Pay geht die Abwicklung eben über Apple, die haben die Verträge, insofern ist es eben genau nicht egal oder gleich, ob Pay oder physische Karte.

    1. Und vielleicht liegt es daran, dass ich mich seltenst verkaufe, aber bei den wenigen Rückgaben die die hatte – allerdings Aldi und Lidl – habe ich immer Bargeld zurückbekommen, obwohl ich seit Jahren nur per Karte bezahle.

      Wenn mal sich im Netz bei diversen Händlern umschaut, wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das Geld auf die Karte zurückgebucht wird. Es mag sein, dass die Discounter hier anders verfahren. Bei einem kürzlich erfolgten Umtausch (Kaufhof) wurde auch nach der Karte verlangt.

      Wieso sollte der Händler bei einer Rückerstattung eine Kreditkartenzahlung die Gebühren zurückbekommen?

      Ich bin der Auffassung, dass der Händler für diesen Fall keine Gebühren bezahlen muss. Ich werde diesen Punkt aber gerne noch einmal recherchieren.

      1. Naja, das wäre halt eine Vertragssache.

        Letztlich ist es im stationären Handel das Privatvergnügen des Händler, wenn er Rücknahme anbietet. Da kann er allerdings sowas wie „nur selbe Karte vorschreiben“. (Verlassen würde ich mich nicht drauf, dass er das wirklich darf.)

        Bei Gewährleistung sieht es anders aus, da ist es allein sein Problem wie er seine Vertragspflichten erfüllt. Wenn er das Konto nicht ausfindig machen kann, muss er eben Bargeld rausgeben. Da er ja nun eine *Schuld* (Wenn Austausch oder Nachbesserung keine Option sind) hat und Bargeld das einzig gesetzliche Zahlungsmittel ist.

        Wobei es ja bei Apple beschrieben ist, wie es im Laden Funktionieren soll:

        https://support.apple.com/de-de/HT201469

        „Wie kann ich einen Artikel zurückgeben, für den ich in einem Geschäft per Apple Pay bezahlt habe?“

        Geht über die Gerätenummer (Apple Pay Device Account Number) , jedes Gerät ist ja seine eigene Karte.

        Und Online ist es wohl genau das gleiche.

        1. Jedes Gerät ist nicht seine eigene Karte, es kann ja dieselben Karten beinhalten, aber jedes Gerät benutzt seine eigene Gerätekontonummer trotz ggf. selber Karte, weswegen Storno natürlich nur jeweils mit diesem Gerät möglich ist.

  2. Eine der wichtigsten Infos ist, dass man natürlich das Gerät dabeihaben muss, mit dem man bezahlt hat. Mit Watch bezahlt – Storno auf Watch.

    1. Danke für diese Ergänzung. Da die Geräteaccountnummern auf dem iPhone und der Apple Watch unterschiedlich sind, ist der Hinweis richtig. Der Vollständigkeit halber habe ich den Beitrag ergänzt.

  3. Dank dir. Funktioniert z.B. bei IKEA genau so. Hat auch mit Apple Pay per boon. so funktioniert, auch wenn das Kassenpersonal bei den ersten Malen vor knapp zwei Jahren immer ein wenig seltsam geschaut hat und nicht glauben wollte, dass es damit funktioniert. Denke jedoch, dass es bei IKEA nicht zwingend die exakt gleiche Geräteaccountnr. oder Karte sein muss, da ich auch schon mit der Watch bezahlt und mit dem iPhone zurückgebucht habe. Und da sich bei IKEA in Siegen eins der vier Lesegeräte im Service standhaft weigert, kontaktlose Zahlungen anzunehmen, hat auch die Mastercard fkt.

    1. Danke Dir für diese interessante Info. Irgendwie muss man das alles nicht mehr verstehen ;-). Jeder scheint hier anders zu verfahren. Sollte das Unternehmen jedoch zwingend die zum Einsatz gekommene Karte fordern, kann es eigentlich nur über das zum Einsatz gekommene iDevice funktionieren. Die unterschiedlichen Erfahrungsberichte sind jedenfalls sehr interessant.

      1. Es gibt meines Wissen keinen Zwang, freiwillige Rücknahmen über die selbe Karte laufen lassen zu müssen.

        Was ich mir vorstellen *könnte* ist, dass in der Tat bei gleicher Karte – freiwillige Rücknahme ist in vielen Ländern ja so üblich, dass die Kunden es gar für verpflichtend halten – dass das in die Verträge mit den Zahldienstleistern eingebaut wurde.

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