London führt kontaktloses Bezahlen für Straßenkünstler ein

Ab sofort ist es in den 32 Londoner Stadtbezirken möglich, Straßenkünstler neben einer Bargeldspende auch mithilfe des kontaktlosen Bezahlens finanziell zu unterstützen. Apple Pay wird hierbei ebenso unterstützt. Das gemeinsame Projekt von Busk in London und dem schwedischen Zahlungsdienstleister iZettle wurde dieses Wochenende vom Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ins Leben gerufen. Bei Busk in London handelt es sich um eine städtische Organisation für Straßenkünstler.
iZettle machte erst kürzlich auf sich aufmerksam, nachdem Paypal das schwedische Start-up Unternehmen für knapp 1,9 Milliarden Euro übernommen hat. iZettle bietet unter anderem Kartenlesegeräte an, die mit Tablets & Smartphones gekoppelt werden. So können auch kleinere Händler ihren Kunden das Bezahlen mit Kreditkarte anbieten.

Einige ausgewählte Straßenkünstler seit längerem das kontaktlose Lesegerät von iZettle getestet. So auch Charlotte Campbell, die nun BBC News berichtete, dass diese Technologie einen signifikanten Einfluss auf die Spendenbereitschaft hatte.

 

„Während ich singe, nutzen mehr Personen denn je Tap-to-Donate.  Wenn eine Person damit beginnt, folgen häufig andere.“

Die teilnehmenden Straßenkünstler legen zuvor einen festen Spendenbeitrag fest, den sie dem interessierten Publikum anzeigen. Charlotte Campbell hat den Spendenbeitrag beispielsweise auf £2 (knapp 2,30€) festgelegt.

Aktionen wie diese zeigen einmal mehr auf, wie rückständig wir doch beim bargeldlosen Zahlen sind.

Kontaktlos bezahlen – Kassenkräfte unzureichend informiert?

Kontaktlos Bezahlen am POSDas kontaktlose Bezahlen wird in immer mehr Geschäften als komfortable Bezahl-Alternative angeboten. Durch das bloße Heranhalten der physischen Karte, des Smartphones oder der Watch wird das Bezahlen einfacher und schneller. Hiervon profitiert der Handel sowie der Kunde gleichermaßen.

Das Transaktionsvolumen allein im Segment „Mobile POS Payments“ wird im laufenden Kalenderjahr auf etwa 174 Mio. Euro geschätzt [1]. Das entspricht einer Steigerung um 173% gegenüber 2017. Bis zum Jahr 2022 wird ein Transaktionsvolumen von 1.021 Mio. erwartet. Die Anzahl Nutzer im Bereich „Mobile POS Payments“ soll dieses Jahr von 1,07 Mio. auf 2,16 Mio. anwachsen (ein Wachstum von 102%). Die Werte beinhalten folgende Zahlungsmethoden:

  • Point-of-Sale-Zahlungen über Mobile Wallets, abgewickelt über jegliche Art von Smart Device
  • kontaktlose, app-basierte Transaktionen mit einem geeigneten Zahlungsterminal des Händlers
  • NFC, QR-Code oder Bluetooth-basierte Zahlungsvorgänge

Bei diesen Zahlen überrascht es, dass noch immer viele der Kassenkräfte irritiert sind, wenn für das Bezahlen beispielsweise ein Smartphone eingesetzt wird. Zwar wird man häufig in angenehme Gespräche verwickelt, doch das es auch anders geht, zeigt sich unter anderem bei Drogerie Müller. Hier wurde bereits mehrfach von einem stellenweise frechen Verhalten der Kassenkraft berichtet. Als eine Freundin bei Drogerie Müller mit dem iPhone bezahlen wollte, wurde sie barsch angefahren, sie möge doch endlich ihre Karte ins Terminal stecken. Zuvor wurde beim Versuch, ihr iPhone an das Kartenterminal zu halten, dieses weggezogen. Am Ende hat die Kassiererin energisch auf das Vorlegen eines Personalausweises sowie auf eine Unterschrift auf dem Kassenbon bestanden. In einem Nachbarforum war ebenfalls von einem vorwurfsvollen und arroganten Ton die Rede, als der Kunde sein iPhone an das Terminal gehalten hat. In einem weiteren Fall berichtet ein Käufer auf Facebook, dass ihm seine Karte aus der Hand gerissen wurde, als er diese an das Terminal halten und nicht stecken wollte. Der entscheidende Vorteil beim kontaktlosen Bezahlen, nämliche eine schnelle und bequeme Abwicklung zu erreichen, wurde hier völlig verfehlt.

Manche Führungskräfte am POS müssen sich demnach fragen lassen, ob die Kassenkräfte ausreichend über die unterschiedlichen Möglichkeiten beim kontaktlosen Bezahlen aufgeklärt und geschult sind.

Habt ihr bereits ähnliche Erfahrung gemacht? Dann hinterlasst ein Kommentar.

Quellennachweis
Mobile POS Payments

Weiterführender Link:
Bezahlen per Handy: Mobile Payment mit NFC

Apple Pay und die PIN-Abfrage

Die Kartenanbieter legen für das kontaktlose Bezahlen ein Einkaufslimit fest, bis zu welchem Betrag die PIN-Eingabe am Kassenterminal entfallen kann. Bei Mastercard beträgt dieses Limit aktuell bei 25 Euro. Das Kreditkartenunternehmen Visa hat das Limit im vergangenen Jahr von 25 auf 50 Euro angehoben. Wird das festgelegte Limit überschritten, so ist aus Sicherheitsgründen die Eingabe einer PIN am Kassenterminal oder eine Unterschrift auf dem Bon zu leisten. Einige der Kreditkarten­anbieter bauen zur Sicherheit allerdings eine zusätzliche Abfrage ein. Hier kann spora­disch oder nach einem bestimmten Schema auch bei Beträgen kleiner 25 Euro nach einer PIN oder Unter­schrift verlangt werden.

In einer Pressemitteilung vom 10. Mai 2017 schreibt das Drogerieunternehmen dm hierzu:

Bei Einkaufsbeträgen bis 25 € ist in der Regel keine Autorisierung durch den Kunden mittels PIN oder Unterschrift erforderlich. Bedingt durch Sicherheitsprüfungen der Kundenbanken kann es jedoch sporadisch zu Autorisierungsabfragen kommen.

Einer der Vorteile beim Bezahlen mit Apple Pay ist, dass über das sogenannte CDCVM-Verfahren die PIN-Eingabe auch bei Beträgen größer 25 bzw. 50 Euro entfallen kann. CDCVM steht für Consumer Device Cardholder Verification Method. Bei diesem Verfahren erfolgt die Verifizierung bereits am mobilen Gerät über die Authentifizierung via Touch-ID, Face-ID (iPhone X) oder der PIN-Eingabe beim Anlegen der Apple Watch. Damit die PIN-Eingabe am Kassenterminal entfallen kann, muss das CDCVM-Verfahren am Terminal unterstützt werden.

Anhand der Apple Pay Akzeptanzdatenbank lässt sich gut erkennen, dass der Großteil der heutigen Terminals das CDCVM-Verfahren bereits unterstützen.

  • Bei 1.114 Einkäufen kleiner 25 Euro, war in nur 4 Fällen eine PIN-Eingabe erforderlich
  • Bei 666 Einkäufen größer 25 Euro, wurde in 49 Fällen nach einer PIN verlangt, was 7,36% entspricht

Spannenderweise wurde beim Bezahlen häufiger nach einer Unterschrift als nach einem PIN verlangt. Ob es in all diesen Fällen überhaupt ein Unterschriftsfeld auf dem Bon gegeben hat, wage ich zu bezweifeln. Hier dürfte viel eher die Unsicher- bzw. Unwissenheit der Kassenkraft ausschlaggebend für das Verlangen einer Unterschrift gewesen sein. Wie möchte die Kassenkraft die Unterschrift ohne physische Kreditkarte auch abgleichen?

Fazit: Man kann festhalten, dass eine PIN-Abfrage beim Bezahlen mit Apple Pay die Ausnahme ist. Wird dennoch nach einer PIN verlangt, so könnte das an der fehlenden CDCVM Unterstützung oder der sporadischen Sicherheitsabfrage liegen.

Apple Pay Cash in den USA

Zeitgleich mit der Freigabe von iOS 11.2 Public Beta 2 hielt Apple Pay Cash in den USA Einzug. Dieser Artikel soll Apple Pay Cash etwas näher beleuchten.

Voraussetzungen für die Nutzung von Apple Pay Cash:

  • Ein kompatibles Device mit iOS 11.2 Beta 2 oder neuer
  • 2-Phasen Authentifizierung für die Apple-ID
  • Eine gültige Kredit- oder Debitkarte in der Wallet
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Wohnsitz in den USA

Der Einrichtungsvorgang:

Um Geld senden oder empfangen zu können, muss die virtuelle Apple Pay Cash Karte konfiguriert werden. Als erstes gilt es zu prüfen, dass der Schalter „Apple Pay Cash“ unter „Einstellungen“ / Wallet & Apple Pay“ aktiviert ist. Im Anschluß geht man in die Wallet App und klickt auf die Apple Pay Cash Karte. Im Anschluß lässt sich die Karte einrichten.

Im ersten Schritt wird die Identität der Nutzerin bzw. des Nutzers überprüft. Hierfür wird der Lichtbildausweis benötigt. Dieser muss mit der Vorder- und Rückseite gescannt werden. Im Anschluß erfolgt eine Überprüfung der Ausweisdaten.

Geld senden mit dem iPhone oder dem iPad:

Geld mit Apple Pay Cash zu versenden ist sehr einfach. Hierzu kommt die iMessage App zum Einsatz.

  1. Man geht in die Nachrichten App (iMessage), startet eine neue Nachricht und wählt den gewünschten Empfänger-Kontakt aus. Alternativ ruft man einen bestehenden Nachrichtenverlauf auf.
  2. Nun tippt man auf den Button „Apps“ (links vom Textfenster). Anschließend klickt man auf den Apple Pay Button.
  3. Jetzt lässt sich über die + oder – Taste der zu überweisende Betrag anpassen.
  4. Als nächstes tippt man auf „Bezahlen“. Zusätzlich kann man eine Nachricht an den Empfänger übermitteln.
  5. Als letztes tippt man auf „Senden“. Daraufhin erhält man eine Zusammenfassung der gewünschten Transaktion, die man final über Touch-ID oder die Gesichtserkennung (iPhone X) freigeben muss.

Geld empfangen:

Ebenso kann man einen Freund darum bitten Geld zu senden.

Auch hierfür wechselt man in die Nachrichten App und geht wie oben beschrieben vor (Punkt 1 – 3). Anstatt auf „Bezahlen“ (Schritt 4), klickt man auf den Button „Anfrage“.

Zahlung stornieren:

Solange die Zahlung noch nicht akzeptiert wurde, lässt sich diese stornieren. Hierfür geht man in die Wallet App und klickt in Folge auf die Apple Pay Cash Karte. Nun lässt sich der Transaktionsverlauf einsehen und die Zahlung abbrechen.

Es kann bis zu einem Tag dauern, bis der Betrag wieder auf der Apple Pay Cash Karte zur Verfügung steht.

Die Apple Pay Cash Karte:

Wenn man Geld empfängt, wird der Betrag auf der virtuellen Apple Pay Cash Karte gutgeschrieben. Beim Senden von Geld wird vorhandenes Guthaben auf der Karte genutzt. Ist kein ausreichendes Guthaben auf der Apple Pay Cash Karte vorhanden, wird die in der Wallet hinterlegte Kredit- bzw. Debitkarte belastet.

Guthabenbeträge auf der Apple Pay Cash Karte können auch zum Bezahlen mit Apple Pay eingesetzt werden (z.B. im stationären Handel, Onlineshop etc.). Das maximale Guthaben auf der Apple Pay Cash Karte liegt bei $20.000. Pro Nachricht können bis zu 3.000 USD gesendet werden. Im Zeitraum von 7 Tagen lassen sich maximal 10.000 USD senden bzw. empfangen. Wird man im Handel beim Bezahlvorgang mit Apple Pay Cash zur Eingabe einer PIN aufgefordert, so lautet die PIN-Nummer immer 0000. Die Apple Pay Cash PIN kann nicht geändert werden.

Geld zur Apple Pay Cash Karte hinzufügen oder auf das Bankkonto überweisen:

Um die Apple Pay Cash Karte mit Guthaben „aufzuladen“, geht man in die Wallet App, klickt auf die Apple Pay Cash Karte und anschließend auf die Registerkarte „Info“. Nun tippt man auf „Geld hinzufügen“. Daraufhin gibt man den gewünschten Überweisungsbetrag ein und klickt abschließend auf „Hinzufügen“.

Um vorhandenes Guthaben auf das eigene Girokonto zu transferieren, klickt man in der Wallet App auf die Apple Pay Cash Karte und wechselt auf die Registerkarte „Info“. Im nächsten Schritt klickt man auf „Zur Bank übertragen“. Beim ersten Überweisungsauftrag muss ein Bankkonto hinterlegt werden. Hierfür klickt man auf „Konto hinzufügen“. Jetzt lassen sich die eigenen Bankdaten erfassen. Diese bleiben auch für künftige Umbuchungen gespeichert. Zum Schluss gibt man den gewünschten Überweisungsbetrag ein und bestätigt die Transaktion über Touch-ID oder die Gesichtserkennung.

Bis zur Gutschrift auf dem Bankkonto können 1-3 Werktage vergehen. Der Mindestbetrag für die Überweisung liegt bei 1 US-Dollar.

Ist Apple Pay Cash kostenlos?

Wenn eine Debitkarte zum Übertragen von Geld auf die Apple Pay Cash genutzt wird, ist die Transaktion kostenlos. Bei einer Überweisung über die Kreditkarte, fällt eine Gebühr in Höhe von 3% an.

Quelle: macworld.com

Die folgenden Bilder zeigen einige der Einrichtungsschritte auf:

 

Auf der Internetpräsenz von Apple steht ein Demo-Video bereit, dass einen Einblick zum Ablauf von Apple Pay Cash gibt.

Zum Video

 

Verwandte Artikel:

1. Apple Pay Cash in den USA gestartet
2. Apple Pay Cash: Schon bald in Europa?
3. Apple Pay Cash: Hinweise in iOS 11 Beta

 

Special: Mobiles Kartenterminal mit Apple Pay Unterstützung

Viele (kleinere) Unternehmen in Deutschland akzeptieren leider noch immer ausschließlich das Bezahlen mit Bargeld. Ob der örtliche Bäcker, Blumenladen oder Friseursalon, es scheint eine gewisse Phobie gegenüber der Kartenzahlung zu geben. Oftmals wird auch nur eine komplizierte Einrichtung, Abwicklung und Abhängigkeit von den Zahlungsserviceanbietern befürchtet. Kunden, die gerne bargeld- bzw. kontaktlos bezahlen möchten, schauen in die Röhre. Unsere Blogleserinnen und Leser, die Apple Pay bereits über den „inoffiziellen Weg“ eingerichtet haben, wissen wie komfortabel und schnell die Bezahlung mit dem iPhone oder der Apple Watch sein kann. Hier wünscht man sich einfach eine größere Akzeptanz, auch bei den kleinen Einzelhändlern. Mobile Bezahlsysteme wie SumUp könnten hier die Lösung sein.

SumUp ist ein Zahlungsdienstleister mit Sitz in London und ermöglicht das Bezahlen mit Giro- und Kreditkarte. Hierbei werden fast alle gängigen Kreditkarten (American Express, MasterCard und VISA) akzeptiert. Mit dem neuen SumUp Air Kartenterminal können auch kontaktlose Zahlungen mit Apple Pay und Android Pay vorgenommen werden.

 

SumUp Kartenterminal - Apple Pay

 

Die Kosten sind sehr transparent gehalten. Es entstehen keine Einrichtungsgebühren und keine monatlichen Fixkosten. Des Weiteren geht man keine Vertragsbindung ein.

Für die Zahlung mit Girocard (Maestro, Visa Elektron und V-Pay) belaufen sich die Gebühren auf 0,95% vom Umsatz. Bei Zahlung mit den o.g. Kreditkarten belaufen sich die Gebühren auf 2,75%. Die einmaligen Anschaffungskosten für das SumUp Air Terminal betragen bis zum 31.08.2017 39 Euro, danach 79 Euro. Die Bestellung bzw. Registrierung funktioniert online und dauert etwa 5 Minuten. Es werden keine Zusatzverträge mit der eigenen Bank benötigt.

 

SumUp Kartenterminal - Kostenübersicht

 

Um das Terminal verwenden zu können, wird neben der Registrierung ein Smartphone oder Tablet (mind. Bluetooth 4.0, iOS 7.0.0 oder Android 4.4) und die SumUp App (kostenlos im App Store) benötigt.

Mobile Bezahlsysteme wie SumUp sind also gerade für kleinere Händler und Unternehmen eine gute Wahl, um eine Bezahlung mit Girocard oder Kreditkarte, und somit auch Apple Pay, anzubieten. Die einfache Handhabe und die überschaubaren Kosten sprechen für einen flexiblen Zahlungsdienstleister.

Kontaktloses Bezahlen vs. Bargeld

Der heutige Blogbeitrag hat nicht unmittelbar mit Apple Pay zu tun, doch das Thema ist aus meiner Sicht interessant genug, um darüber zu berichten. Genau gesagt geht es um eine im Lebensmitteleinzelhandel durchgeführte Messung der GFK (eines der größten Marktforschungsunternehmen weltweit). Die Messung, welche im Auftrag der EURO Kartensysteme GmbH durchgeführt wurde, sollte ein Ergebnis darüber liefern, wie hoch der zeitliche Unterschied beim Bezahlen mit der kontaktlosen Girocard gegenüber der Zahlung mit Bargeld sowie dem Stecken der „klassischen Girocard“ mit PIN-Eingabe differenziert. Da es sich bei Apple Pay ebenso um einen kontaktlosen Bezahlvorgang handelt, sollte die Dauer beim Bezahlen mit der Apple Watch bzw. dem iPhone, in etwa der einer kontaktlosen Girocard entsprechen. Der Bezahlvorgang über die Apple Watch dürfte in der Praxis sogar einen Deut schneller sein, da das Herausholen der Girocard aus der Geldbörse entfällt.

Nachfolgend ein Auszug der offiziellen Pressemitteilung vom 27.06.2017:

GfK-Messung zeigt: girocard kontaktlos ist mehr als doppelt so schnell wie bisherige Bezahlverfahren

Kontaktloses Bezahlen mit der girocard hat das Potenzial, die Abläufe an der Ladenkasse deutlich zu beschleunigen. Das belegt eine Messung der GfK im Lebensmitteleinzelhandel vom Mai und Juni 2017 im Auftrag der EURO Kartensysteme. Bei insgesamt 840 Transaktionen mit verschiedenen Bezahlmöglichkeiten war die kontaktlose Zahlung mit girocard ohne PIN-Eingabe mehr als doppelt so schnell wie die herkömmliche girocard Zahlung mit Stecken der Karte oder die Barzahlung.

Die Bezahlung mit girocard kontaktlos ohne PIN-Eingabe, wie es i. d. R. bis 25 Euro funktioniert, dauerte dabei im Schnitt rund 11 Sekunden. Bei Zahlung mit Stecken der girocard und PIN-Eingabe war der Bezahlvorgang nach ca. 23 Sekunden abgeschlossen. Die Zahlung mit Bargeld lag mit 24 Sekunden nahezu gleich auf. Deutlich langsamer war die Zahlung per elektronischem Lastschriftverfahren mit knapp 28 Sekunden. Wie schnell das Zahlen mit girocard kontaktlos im Bereich bis 25 Euro im Vergleich zu Bargeld ist, zeigt auch ein Video von girocard.

Die Schnelligkeit von girocard kontaktlos liegt nicht nur im Wegfall von PIN-Eingabe und Stecken begründet. Besonders die einfache und intuitive Bedienung tragen dazu bei, dass damit an der Kasse die Bezahlung schnell abläuft. Und gerade dieses Gesamtpaket aus Schnelligkeit, Handling und Komfort macht girocard kontaktlos für den Kunden attraktiv. Wie gut Kunden die neue Zahlmöglichkeit annehmen, zeigen etwa die stetig wachsenden Nutzungszahlen bei EDEKA Hessenring, die Dirk Schwarze, kaufmännischer Geschäftsbereichsleiter, im Rahmen der Informationsveranstaltung der Deutschen Kreditwirtschaft am 13. Juni 2017 vorstellte. Nach kontinuierlichem Anstieg seit der Einführung lag der Anteil kontaktloser Zahlungen an allen girocard Transaktionen in den Pilotmärkten von girocard city im April dieses Jahres bereits bei 7,6 Prozent. In einigen EDEKA-Märkten liegt der kontaktlos-Anteil sogar bereits bei mehr als 20 Prozent. „Für uns als Händler, für die Marktinhaber und das Kassenpersonal bedeutet girocard kontaktlos einfache Handhabung und deutlich schnellere Abläufe an der Kasse. Zudem profitieren wir von den günstigen Konditionen“, resümiert Schwarze. „Wir freuen uns, dass unsere Kunden das Bezahlen mit girocard kontaktlos so gut annehmen.“

Nur scheinbar ähnlich

Die herkömmliche girocard Zahlung und die Barzahlung dauern zwar im Schnitt fast gleich lang, die girocard zeigte sich allerdings als wesentlich konstanter. „Wie lange die Bezahlung dauert, hängt bei Bargeld viel stärker vom Betrag und der zahlenden Person ab“, sagt Ingo Limburg, Leiter Marketing und PR bei EURO Kartensysteme. Bei der Dauer der klassischen girocard Zahlung gab es kaum Schwankungen. „Egal wer zahlte oder wie hoch der Betrag war – die girocard Zahlung war stets zuverlässig und ähnlich schnell. Bei Barzahlung hatten wir auch Ergebnisse von über einer Minute. Man kennt das ja selbst, wenn der Kunde vor einem bei 12,73 Euro nach passendem Kleingeld sucht.“

Großer Einfluss der Terminalergonomie

Kontaktlose Zahlungen mit girocard und PIN waren aufgrund der Terminal-Ergonomie mit 26 Sekunden etwas langsamer als herkömmliche girocard Zahlungen. Das NFC-Modul befand sich jeweils im Display – die Kunden verdeckten dieses mit der Karte und sahen die Aufforderung zur PIN-Eingabe nicht. Wer den Ton nicht wahrnahm, ließ die Karte länger als nötig am Terminal. „Das zeigt auch eine Studie zur Ergonomie von Bezahlterminals in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut“, erklärt Ingo Limburg. „Für schnellstmögliche Zahlungsabwicklung sollte der Kunde immer auch eine optische Möglichkeit haben, den Zahlungsfortschritt zu erkennen.“

Das Studiendesign

Für möglichst allgemeingültige Ergebnisse wurde der Test in unterschiedlichen LEH-Märkten durchgeführt – im städtischen Bereich (Frankfurt), in der kleineren Stadt Kassel und auf dem Land (Rotenburg an der Fulda). Als Beginn des Bezahlprozesses wurde für alle Bezahlverfahren die Nennung der Rechnungssumme durch den Kassierer definiert. Das Ende wurde bei den elektronischen Verfahren beim Bondruck festgesetzt, für die Barzahlung galt die Ausgabe des Rückgelds durch den Kassierer als Abschluss des Bezahlvorgangs. Eventuelles Nachzählen des Rückgelds durch den Kunden floss nicht in die Bezahldauer mit ein.

Download: Geschwindigkeitsmessung (PDF 512KB)

Quelle: girocard.eu

Kontaktloses Bezahlen in den dm Drogerien

DM Drogerie - kontaktloses Bezahlen

Der Drogeriekonzern „dm Drogerie Markt“ informierte in seiner Pressemitteilung vom 10.05.2017, dass von nun an in allen 1.856 Filialen das kontaktlose Bezahlen mittels NFC-Chip (Near Field Communication Chip) möglich ist. Somit lässt sich der Einkauf ab sofort auch mit Apple Pay in den dm-Märkten begleichen. Das Unternehmen weißt in der Pressemitteilung zudem darauf hin, dass bei Einkaufsbeträgen bis 25 € in der Regel keine Autorisierung durch den Kunden mittels PIN oder Unterschrift erforderlich ist. Bedingt durch Sicherheitsprüfungen der Kundenbanken kann es jedoch sporadisch zu Autorisierungsabfragen kommen. Bei Einkaufsbeträgen über 25 € soll eine PIN oder die Unterschrift abgefragt werden.

Apple Cash: Plant Apple mit einem weiteren Finanzdienst?

Apple Cash :: Das Gerücht um einen neuen Finanzservice aus dem Hause Apple macht die Runde.

Wie das renommierte Onlinemagazin für Technologie Nachrichten Recode erfahren haben will, plant Apple in Kooperation mit Visa eine eigene Debitkarte anzubieten. Hierüber soll das Transferieren von Geldbeträgen an Freunde und Bekannte via iMessage oder das Internet möglich sein[1]. Denkbar ist, dass dieser neue Finanzdienst aus dem Hause Apple unter dem Namen Apple Cash eingeführt wird.

Apple CashStartet man für die Domain apple.cash eine Whois Abfrage, wird man feststellen, dass die Domain bereits seit geraumer Zeit auf das Unternehmen aus Cupertino registriert ist.

Aus meiner Sicht wäre ein solches hauseigenes Kartenangebot ein gelungener Schachzug. Das Ganze könnte Apple Pay einerseits zu einem neuen Schub verhelfen, zum anderen wäre man gegenüber den Banken etwas unabhängiger.

Man darf gespannt sein, ob Apple auf der kommenden WWDC (05. – 09. Juni 2017) näheres zu Apple Cash verlauten lässt.

[1] Der Transfer von Geldbeträgen über das Internet ist bereits heute möglich. So beispielsweise über den Bezahldienst PayPal. Der Vorteil liegt in der schnellen und unkomplizierten Überweisung von Geldbeträgen an Freunde und Bekannte. Die Bankverbindung des Empfängers wird nicht benötigt, ebenso kann das Befüllen eines Überweisungsformulars entfallen.

Wie sicher ist Apple Pay?

Wie sicher ist Apple Pay? Dieser Frage möchte ich in dem heutigen Beitrag nachgehen.

„Im direkten Vergleich zur Chip- oder Magnetstreifentechnologie ist das Bezahlen mit Apple Pay deutlich sicherer.“

Beim Hinterlegen einer Kreditkarte auf dem iPhone wird eine eindeutige 16-stellige Gerätenummer (Device Account Number) generiert. Diese Nummer wird verschlüsselt in einem zertifizierten Chip (Secure Element) abgelegt. Mit jedem eingeleiteten Bezahlvorgang wird ein Sicherheitscode erzeugt, welcher mit der Gerätenummer kombiniert wird. Beim Bezahlen wird nur dieser Sicherheitscode (Token) an den Händler übermittelt. In dem Token sind keinerlei Kreditkarten- oder persönliche Daten wie beispielsweise der Name oder die Anschrift enthalten.

Der Sicherheitscode wird nun auf elektronischem Wege an das entsprechende Finanzinstitut weitergeleitet. Erst dort kann eine Verbindung zum Käufer, dessen Kontaktdaten und der Kreditkartennummer hergestellt werden. Nach einem erfolgreichen Abgleich der übermittelten Informationen und einer vorhandenen Bonität, wird die Zahlung durch die Bank freigegeben und der Bezahlvorgang beim Händler abgeschlossen.

Hieraus resultierend liegen die wesentlichen Sicherheitsfaktoren bei der anonymisierten Übertragung der Benutzerdaten sowie bei der Authentifizierung der Transaktion mittels Touch-ID (iPhone und Macbook Pro 2016 und neuer). Das Bezahlen über die Apple Watch ist nur dann möglich, wenn sie am Arm getragen wird und zuvor über einen Pin entsperrt wurde.

Doch es gibt noch einen weiteren Vorteil gegenüber einer physischen Kreditkarte. Beim Verlust einer herkömmlichen Kreditkarte sollte diese umgehend gesperrt werden. Ein Sperren der Karte kann bei Apple Pay über die Funktion Find-my-iPhone entfallen. Auf diesem Wege lässt sich die Kreditkarte nämlich aus der Ferne vom iPhone löschen. Das Sperren der virtuellen Kreditkarte beim Kartenherausgeber ist somit nicht zwingend erforderlich.

Apple Pay beim Onlinekauf

Der heutige Blogartikel widmet sich dem Thema „Bezahlen mit Apple Pay beim Online Einkauf“. Noch gibt es keinen deutschen Webshop, in dem das Bezahlen mit Apple Pay bereits möglich ist. Dennoch möchte ich bereits jetzt einen kleinen Einblick darüber geben, wie einfach und bequem das Bezahlen zukünftig auch Online mit Apple Pay sein wird. Wer bereits Apple Pay über die Boon-App einsetzt, der kann schon heute in dem einen oder anderen ausländischem Webshop seinen Einkauf über das iPhone oder die Apple Watch bezahlen. Voraussetzung ist, dass der Webshop das Bezahlen über Apple Pay sowie den Warenversand nach Deutschland anbietet. Um zu demonstrieren, wie einfach der Bezahlvorgang vonstattengeht, habe ich bei der US-amerikanischen Crowdfunding-Plattform Kickstarter einen Vorgang für die Geldspende eines Projekts eingeleitet.

Nachdem ich mich für ein zu förderndes Projekt entschieden habe, klickte ich im weiteren Verlauf auf die Schaltfläche „Dieses Projekt unterstützen“. Daraufhin setzte ich im Feld „Ohne Belohnung unterstützen“ den Betrag von 1 £ ein. Nach dem Klick auf die Schaltfläche „Apple Pay“ wurde der Bezahlvorgang automatisch eingeleitet. Die Apple Watch, die ich währenddessen am Arm getragen habe, wurde automatisch erkannt. Die Zahlungsanweisung konnte nun durch ein 2-maliges Drücken auf die Seitentaste der Apple Watch abgeschlossen werden. Besitzt man keine Apple Watch, so wird automatisch das iPhone aktiviert. Für diesen Fall lässt sich der Bezahlvorgang durch Auflegen des Fingers auf den Touch-ID-Sensor abschließen. Wenn ihr auf die nachfolgenden Bilder klickt, werden die einzelnen Schritte vergrößert dargestellt.

 

Voilà – so einfach kann das Bezahlen mit Apple Pay sein!

Folgende technischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um den Einkauf über einen Onlineshop, der Apple Pay als Zahlungsoption anbietet, zu bezahlen:

  • iPhone, iPad, oder Mac (optional eine Apple Watch)
  • iOS 10 oder höher beim iPhone oder iPad
  • watchOS 3 oder höher bei der Apple Watch
  • Boon App inklusive aktiviertem Benutzerkonto
  • macOS Sierra oder neuer beim Mac
  • Safari Browser

Beim Online Einkauf über einen Mac gibt es darüber hinaus noch weitere Punkte die es zu beachten gilt:

  • Das iPhone oder die Apple Watch muss sich in der Nähe des Mac befinden
  • Das iPhone bzw. die Apple Watch sowie der Mac müssen unter demselben iCloud-Account angemeldet sein
  • Bluetooth muss auf dem Mac aktiviert sein
  • Im Safari Browser muss unter „Einstellungen / Datenschutz“, der Haken bei „Websites erlauben, zu prüfen, ob Apple Pay konfiguriert wurde“ gesetzt sein

Auf dem iPhone findet man diese Einstellung unter „Einstellungen / Safari / Apple Pay prüfen“.