Apple Pay in Deutschland – viele Profiteure

Nachdem Apple Pay am 11. Dezember in Deutschland gestartet ist, zieht die Süddeutsche Zeitung ein erstes Resümee. Demnach war der Start von Apple Pay hierzulande ein voller Erfolg. Doch von der großen Nachfrage hat nicht nur Apple profitiert. Auch die Banken und Kreditkartenunternehmen sind Nutznießer von Apple’s mobilen Bezahldienst. Die Nutzerinnen und Nutzer werden ohnehin das kontaktlose Bezahlen mit der Apple Watch oder dem iPhone in kürzester Zeit zu schätzen wissen.

Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel berichtet, dürfen die teilnehmenden Banken keine exakten Zahlen nennen. Das wird den Banken im Kooperationsvertrag mit Apple untersagt. Dennoch lässt sich über die bekannt gegebenen Zahlen ableiten, dass Apple Pay in Deutschland äußerst erfolgreich gestartet ist.

Laut der SZ zählte die Direktbank comdirect bereits am ersten Tag, Registrierungen im fünfstelligen Bereich. Mittlerweile steuern die registrierten Geräte auf einen sechsstelligen Bereich zu. Auch die Direktbank N26 mit Sitz in Berlin, durfte sich über einen deutlichen Anstieg von Neukunden freuen. Bei Wirecard (Herausgeber der Bezahl-App boon.) ist die Nutzerzahl in den ersten Stunden um 20% gestiegen. Bei der Deutschen Bank ist der Kreditkartenbestand seit dem Start um 7% angewachsen, so die Süddeutsche Zeitung.

Doch die überregionale Tageszeitung mit Sitz in München liefert noch weitere interessante Daten. So sind laut Wirecard etwa 90 Prozent der Kunden männlich. Apple Pay wird am häufigsten zum Bezahlen im Supermarkt, in Fast-Food Restaurants sowie an Tankstellen eingesetzt. Wie die SZ weiter berichtet, lag bei comdirect der durchschnittliche Monatsbetrag eines Apple Pay Nutzers im Dezember bei 225 Euro. Mit einer normalen Visa Karte waren es bisher nur 96 Euro. Demnach kaufen Kunden mit Apple Pay mehr ein. Bei Boon ist der Warenkorbwert seit der Einführung um 12,5% angestiegen.
 

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Quellennachweis:
Burger und Benzin mit der Uhr bezahlen | sueddeutsche.de | Aufruf: 15. Jan. 2019


Claus

Überzeugter Badener mit einer gewissen Neigung zum schwarzen Humor. Neben dem Blog interessiere ich mich für Apple Produkte, Social Media, Musik und Politik. Kaffee-Spende mit Apple Pay an den Autor.

2 Gedanken zu „Apple Pay in Deutschland – viele Profiteure

  1. Der Schlussfolgerung der SZ, die Apple Pay-Kunden würden mehr einkaufen, würde ich subjektiv, mein Einkaufsverhalten betrachtend, nicht uneingeschränkt zustimmen. Das hört sich so an, als ob man jetzt wahllos mehr einkauft, nur weil man jetzt „Ba Bing“ machen kann 🙂

    Durchaus mache ich seit Apple Pay mehr Umsatz mit der Kreditkarte, insbesondere weil man Kleinstbeträge wie Parkgebühren etc. viel besser und schneller zahlen kann, aber auch diese summieren sich auf. Die Kreditkarte habe ich zuvor nicht so oft eingesetzt wie jetzt. Bei mir persönlich hat sich der Umsatz mit der KK erhöht, aber sicher nicht meine Käufe insgesamt. Ich habe zuvor schon viel mit Karte bezahlt, aber eher mit der Girocard (außer kontaktlos funktionierte nur die KK), da mir das Bezahlen mit der KK keinen Vorteil lieferte.

    1. Hallo André,

      ich pflichte Dir bei. Die Aussage ist auch für mich etwas irreführend. Da der Satz jedoch im direkten Vergleich zu einer „normalen“ Visa-Kartenzahlung gefallen ist, würde ich vermuten, dass sich die SZ auf den Einsatz von Apple Pay bezieht.

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